Rostock: Sonsbecker und Xantener Starter sind dabei

Leichtathletik: Medaillenchancen für den Leichtathletik-Nachwuchs

DM in Rostock der U18 und U20: Sonsbecker und Xantener Aktive gehen mit unterschiedlichen Ambitionen an den Start.

Die starken Leistungen der vergangenen Wochen lassen einiges für die am Wochenende in Rostock stattfindenden Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Altersklassen U18 und U20 erhoffen. Dennoch sind die Ambitionen der Nachwuchs-Athleten des SV Sonsbeck und des TuS Xanten durchaus unterschiedlich gelagert.

Auf den Meldelisten taucht auch ein Name auf, der nicht mehr in diese Altersklassen passt: Armin Gero Beus. Für den Langstreckenläufer aus Sonsbeck schließt sich jedoch ein Kreis. Vor fünf Jahren nahm er letztmalig an einer Nachwuchs-DM teil. Damals war er 19 Jahre jung und absolvierte die 1500 m in 4:19,98 Minuten. Diesmal wird er Mitglied der Männerstaffel über 3 x 1000 m sein, die ebenfalls im Programm des Meetings in Rostock auftaucht.

Während Beus also die Farben des SV Sonsbeck außerhalb der Nachwuchs-Altersklassen vertritt, geht Rahel Brömmel bei den U20-Frauen über 3000 m an den Start. Ihre besten Chancen dürfte sie indes in der Altersklasse U18 über 1500 m haben. „Rahel ist in Topform“, verriet ihr Trainer René Niersmann gestern. „Ihr Ziel ist eine Platzierung unter den besten Acht. Alles, was darüber hinaus geht, wäre das Sahnehäubchen obendrauf“, ergänzt der Coach des SV Sonsbeck. Mit 4:33,84 Minuten ließ sie vor knapp zwei Wochen bei den NRW-Meisterschaften in Duisburg aufhorchen, als sie souverän den Titel gewann.

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Auch die zweite Sonsbecker DM-Starterin aus dem Nachwuchsbereich, Lea Halmans, darf sich berechtigte Hoffnungen auf eine Platzierung unter den besten Acht machen. Mit übersprungenen 1,78 m bei den NRW-Meisterschaften in Uerdingen Anfang Mai taucht sie in den Meldelisten der DM im Hochsprung sogar an drittbester Position auf. Doch ihr Trainer Werner Riedel mahnt zur Zurückhaltung: „Lea war zehn Monate in den USA und hat dort nicht so intensiv trainieren können. Im Moment erlebt sie ein Auf und Ab ihrer Formkurve. So hat es im Hochsprung kürzlich in Bottrop auch mal nur für 1,68 m gereicht. Das wäre für den Endkampf in Rostock wohl zu wenig.“

Die beiden Schützlinge von Werner Speckert, dem Trainer des TuS Xanten, die in Rostock antreten werden, sind Franziska Schuster und Nicolas Mayer. Während der junge Sprinter über 200 m vor allem die Atmosphäre eines nationalen Titelkampf-Wettbewerbs zur persönlichen Weiterentwicklung nutzen möchte, hegt Franziska Schuster durchaus Ambitionen in vordere Platzierungsbereiche. Sie ist gleich für drei Sprint-Konkurrenzen gemeldet. Mit der fünftbesten gemeldeten Zeit über 100 m Hürden (13,84 Sekunden) darf sie sich berechtigte Hoffnungen auf das Erreichen des Endlaufs machen. Gleiches gilt für die 200-m-Strecke. Hier liegt sie mit ihrer Vorleistung von 24,39 Sekunden - gelaufen in Duisburg vor zwei Wochen - sogar im Bereich der Medaillen. Etwas enger dürfte es auf der 100-m-Flachstrecke werden, wo sie zwar mit 11,99 Sekunden die siebtbeste Meldezeit behauptet, aber die Konkurrenz um Franziska herum ist zahlreich und ähnlich stark. „Franziska ist in der Lage, in allen drei Disziplinen den Endlauf zu erreichen. Mit dem Blick auf die Medaillenränge bin ich jedoch vorsichtig“, sagt Speckert über seine Sprinter-Hoffnung.

„Nicolas traue ich zu, dass er seine Bestzeit von 22,98 Sekunden knackt. Schafft er das, bin ich schon sehr zufrieden. Wie weit es für ihn im Klassement dann nach vorn ginge, müssen wir einfach abwarten“, so Speckert weiter.

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