1. NRW
  2. Städte
  3. Xanten
  4. Sport Xanten und Rheinberg

Ricardo Kafka – der Neue beim Büdericher SV

Fußball-Kreisliga B : Ricardo Kafka – der Neue beim Büdericher SV

Der Nachfolger von Stefan Tebbe ist erst 29 Jahre alt. Er tritt seine erste Trainerstelle im Senioren-Bereich an. Der Coach möchte weg von der Vierer- hin zur Dreierkette.

Nur gut 300 Meter Luftlinie wohnt Ricardo Kafka vom Sportplatz des Büdericher SV entfernt. Seit der 29-Jährige vor rund drei Jahren von Dinslaken in den linksrheinischen Weseler Stadtteil zog, hatte er stets ein Auge auf die Ereignisse, die sich dort rund um die erste Fußball-Mannschaft abspielten. Nun, zum Start des Jahres 2020, ist er plötzlich mittendrin im Geschehen. Zur Rückrunde wird Kafka als Nachfolger von Stefan Tebbe an der Seitenlinie der Kreisliga B-Truppe stehen, zusammen mit seinem Co-Trainer und Freund Michael Drewitz, der nach kurzer Überlegung Feuer und Flamme für die neue Aufgabe war.

Auf der Homepage des BSV hatte Kafka gesehen, dass nach neuen Trainern gesucht wurde. Eigentlich habe er nur seine Tochter zum Kinderturnen anmelden wollen. Doch dann ging plötzlich alles ganz schnell. Der Kontakt war hergestellt, die ersten Gespräche verliefen gut – und schon kurz vor Weihnachten leitete Kafka die erste Trainingseinheit, um ein erstes näheres Kennenlernen mit der Mannschaft zu ermöglichen. Mitte Januar geht’s dann so richtig los. Der Coach startet mit seinem Team in die Vorbereitung und hat einiges vor. Zwei bis drei Mal pro Woche wird trainiert. Und auf der Liste von Kafka stehen verschiedenste Dinge.

Da wäre zunächst einmal die Kondition, die ihm ausbaufähig erscheint. „Da ist die Mannschaft nicht auf dem besten Stand und Kondition ist einfach extrem wichtig“, so Kafka, der in seiner Jugend unter anderem für den MSV Duisburg vor den Ball getreten hat. An Position zwei der Liste steht die Taktik. Der neue Trainer möchte weg von der Vierer- hin zur Dreierkette. „Das ist in der Kreisliga einfach viel praktikabler, weil man dann auch mal mit fünf Leuten verteidigen kann“, so Kafka.

Darüber hinaus erhofft er sich, dem Team mehr Übersicht im Spiel und mehr Fußball über die Außenbahnen näher bringen zu können. Ein durchaus ambitionierter Plan, den der 29-Jährige mit dem Tabellenneunten der Kreisliga B da verfolgt. Kafka selbst ist jedoch zuversichtlich, dass er bei seiner ersten Station als Trainer im Senioren-Fußball erfolgreich sein wird. Auch die Tatsache, dass einige seiner Spieler älter sind als er selbst, bereitet ihm keine Sorgen. „Damit kann ich umgehen“, ist sich Kafka sicher. „Es ist der richtige Schritt, und ich freue mich auf die Aufgabe“, meint der Coach weiter, der dank flexibler Arbeitszeiten und Homeoffice im Vertriebsaußendienst den neuen Job in Büderich gut mit dem sonstigen Alltag in Einklang bringen kann.

Der Coach hofft, schon bald eine Entwicklung bei der Mannschaft zu sehen ist – auch was die Einstellung angeht. „Die war in der Hinrunde, glaube ich, nicht immer optimal.“ Klappt alles wie gewünscht, steht einer längerfristigen wie fruchtbaren Zusammenarbeit wohl kaum etwas im Wege. Zunächst einmal sehen sich Verein und Trainer aber ein halbes Jahr in der Probezeit.

„Wenn es dann passen sollte, werde ich dann auch meinen Trainerschein machen“, blickt Kafka voraus, für den es am 1. März vor heimischem Publikum mit dem ersten Punkt-Spiel gegen den GSV Moers II so richtig los geht.