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Triathlon: Rheinberger Triathleten sind startklar

Triathlon : Rheinberger Triathleten sind startklar

Acht Dreikämpfer sind am Sonntag in Roth über die Langdistanz dabei. 32 Mitglieder zählt der 2008 gegründete Verein.

Triathlon ist eine Ausdauersportart, die Schwimmen, Radfahren und Laufen miteinander verbindet. So lautet die offizielle Kurzdefinition. Doch für die 32 Mitglieder des Vereins Triathlon-Team Rheinberg ist die Sportart weitaus mehr. "Sie ist Ausgleich und Hobby zugleich. Man könnte fast sagen, dass Triathlon auch schon ein bisschen zum Lebensinhalt geworden ist", sagt Michael Kaffka, der vor vier Jahren zum TT Rheinberg dazugestoßen ist. Nicht jeder muss alle drei Disziplinen trainieren. "Wir haben auch Mitglieder, die nur schwimmen oder aufs Rad steigen. Man muss nicht zwingend Triathlet sein, um mitmachen zu dürfen", erläutert Vorstandsmitglied Burkhard Giesa, der mit sieben weiteren Mitgliedern übermorgen bei der berühmten Challenge in Roth an den Start geht.

Der Fahrlehrer kam eher zufällig zu dem anspruchsvollen Dreikampf: "Mein Nachbar hat mich angesprochen und meinte, ich bräuchte mehr Bewegung. Ich hatte damals nicht mal ein Fahrrad." Mit Hilfe des Nachbars absolvierte Giesa nach nur drei Monaten Vorbereitung seinen ersten Triathlon. Da es noch keinen Club in der näheren Umgebung gab, gründete er mit Wolfgang Louwen am 25. Oktober 2008 das TT Rheinberg. Alsbald wurde ein professioneller Trainingsplan erstellt. Von 2009 bis 2013 nahmen die Mitglieder an einem Radtrainingslager auf Mallorca teil. Seit November vergangenen Jahres gehört auch ein Schwimmcoach zum Team. Mit ihm trainieren die Rheinberger Triathleten jeden Dienstag- sowie Donnerstagabend im Hallenbad Kamp-Lintfort und in den Sommermonaten auch in Seen. Im Schnitt bestreiten die Rheinberger Sportler sechs Wettkämpfe im Jahr - darunter sind auch Marathons, Duathlons oder Staffelläufe. Am 14. September finden im Rahmen des Weseler Triathlons die internen Vereinsmeisterschaften statt. "Wer von uns am Ende die beste Zeit aufweist, erhält den Wanderpokal", so Giesa.

Das Highlight in 2014 ist jedoch die Teilnahme an der Challenge Roth am nächsten Sonntag über die Langdistanz mit 3800 Metern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren und einem Marathon. "Der Wettkampf in Roth mit über 200 000 Zuschauern ist einer der schönsten in Deutschland", weiß Monique Richter. Die Schriftführerin ist diesmal nicht mittendrin, wird die acht Mitglieder, die im Einzel oder als Staffel starten, aber vom Streckenrand aus anfeuern. Andreas Holtmann, Giesa, Markus Stricker, Stefan Rolke, Kaffka, Daniel van der Bij, Fernando Concha sowie Bernhard Steidl, der kurzfristig für den verletzten Robert Helmes einspringt, haben sich für die Folgeveranstaltung des Ironman-Europe angemeldet. Sie trainieren seit acht Monaten zwischen acht und 14 Stunden die Woche. Ein anstrengendes und nicht immer schmerzfreies Hobby: "Wenn du im Ziel bist, ist alles vergessen. Du wirst für dein hartes Training belohnt", weiß Giesa. Der 47-Jährige ist es bereits zum vierten Mal in Roth dabei. Für Kaffka ist es seine Premiere: "Ich möchte gesund ankommen und vielleicht eine körperliche Grenzerfahrung erleben."

(sjes)