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Rheinberg: Fußballer des SV Budberg kehren auf die Platzanlage zurück

Fußball : Erfolgreicher Probelauf beim SV Budberg

Auf der Platzanlage des Vereins haben die Nachwuchskicker die erste Trainingseinheit nach der langen Corona-Pause absolviert. Im Vorfeld haben die Verantwortlichen ein komplexes Hygiene-Konzept entwickelt, das alle einhalten müssen.

Auf der Platzanlage des SV Budberg wird wieder vor den Ball getreten. Der Trainingsbetrieb ist seit dieser Woche unter der Berücksichtigung von speziellen Verhaltensregeln möglich. Der Verein hat dafür einen eigenen Krisenstab mit Corona-Koordinatoren gegründet, welcher unter der Anleitung von Jugend-Obmann Thomas Kehrmann innerhalb kürzester Zeit ein komplettes Hygienekonzept aufstellte.

„Die Einhaltung des Mindestabstandes steht darin an oberster Stelle“, sagt Kehrmann. Um dies allen Beteiligten so einfach wie möglich zu gestalten, wurden verschiedene Vorkehrungen auf der Sportanlage unternommen. So gibt es separate Ein- und Ausgänge sowie Einbahnstraßen, die alle genau beschildert wurden. Außerdem gibt es einen Richtwert, nach dem jede Mannschaft immer nur mit maximal zehn Spieler und zwei Trainern gleichzeitig auf dem Platz stehen sollte. Damit sich die einzelnen Trainingsgruppen nicht begegnen, wird es nach jeder Einheit eine Überbrückungszeit von fünfzehn Minuten geben.

Die Vorschriften erfordern auch einen engen Austausch zwischen Spielern, Trainern und Eltern. So sind Mitglieder, die Krankheitssymptome wie eine erhöhte Körpertemperatur oder trockenem Husten aufzeigen, von einer Teilnahme am Training ausgeschlossen. Um eine mögliche Infektionskette nachverfolgen zu können, wird es Anwesenheitslisten geben. Zudem muss vor dem ersten Training jeder Fußballer eine unterschriebene Teilnahmeerklärung vorgelegt haben. Die Nutzung der Duschen und Umkleidekabinen ist vorerst untersagt.

 Jugend-Obmann Thomas Kehrmann (l.) und der Vorsitzende der Fußball-Abteilung, Thomas Paul, sind zufrieden mit dem Verlauf der ersten Einheiten.
Jugend-Obmann Thomas Kehrmann (l.) und der Vorsitzende der Fußball-Abteilung, Thomas Paul, sind zufrieden mit dem Verlauf der ersten Einheiten. Foto: Ostermann, Olaf (oo)
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Am vergangenen Samstag wurde das neue Konzept nun erstmalig getestet. Neben den Bambini führten auch die F- und C- Junioren einen Probedurchlauf durch. Die Resonanz zum „Fußball mit Abstand und Auflagen“ war durchweg positiv. Wilhelm Barnowski, der an diesem Tag mit der F-Jugend auf dem Rasenplatz trainiert hatte, hatte nichts zu bemängeln. „Die Vorgaben sind durch die Eltern und Kinder gut umgesetzt worden. Es lief alles sehr diszipliniert ab.“

Auch Thomas Kehrmann war glücklich über die ersten Erfahrungswerte. Der Testlauf brachte ihn sogar auf weitere Ideen. So erhielt beispielweise jeder Spieler auf dem Trainingsplatz eine eigene kleine Pausenfläche, die mindestens zwei Meter zur nächsten Fläche entfernt war. „Das schärft das eigene Bewusstsein stets neu, da einem der Mindestabstand immer wieder vor Augen geführt wird“, sagte Wilhelm Barnowski.

„Wir haben ein gutes Gefühl für Montag und spüren das Vertrauen“, sagte Thomas Paul, der Vorsitzende der Fußball-Abteilung. Er ist beeindruckt von der großen Bereitschaft aller Beteiligten, die in den vergangenen Tagen gezeigt wurde. „Das Budberg-Gen hat sich wieder einmal gezeigt. Der Zusammenhalt und die Teamarbeit ist auch in diesen schwierigen Zeiten sehr groß und professionell“, sagte er. Vor allem im Jugendbereich sei die Vorfreude auf den Wiedereinstieg riesig.

Aber auch die erste und zweite Männer-Mannschaft wird künftig wieder regelmäßig auf dem Rasen stehen. Kehrmann: „Wir sind uns natürlich der Verantwortung bewusst, wissen aber auch über das Verlangen der Spieler. Viele brennen darauf, dass es nun wieder losgehen kann.“