Reiten : Wellessen liegt im L-Springen vorne

Beim Sommerturnier in Alpen ging diese Goldschleife nach Goch. Lea-Marie Sievers erzielte die höchste Dressurnote.

Sie waren optimal vorbereitet, die Prüfungsplätze an der Römerstraße in Drüpt, wohin der RFV „St. Georg“ Alpen um Vereinschef Michael Gomolla Dressur- und Springreiter eingeladen hatte. Die Infrastruktur stimmte beim zweitägigen Sommerturnier, um Teilnehmern wie Zuschauern den Aufenthalt angenehm zu gestalten. Und auch das Wetter stimmte. In 20 Prüfungen wurden Schleifen verteilt.

Geradezu beflügelt von den äußeren Rahmenbedingungen präsentierten sich Pferd und Reiter bereits am ersten Turniertag in guter Verfassung. Allen voran die für den RV „St. Georg“ Haldern startende Lea-Marie Sievers, die in der Dressurprüfung der Klasse A** den in Westfalen gezogenen Fürst Piccolo Sohn Fürst Felizio an die Spitze ritt. Dabei schienen Thomas Balthazar und Dietmar Laufhütte am Richtertisch nicht nur die Grundgangarten wie Schritt, Trab und Galopp des siebenjährigen Fuchswallachs gefallen zu haben, sondern auch die Aufmerksamkeit beziehungsweise Harmonie, mit der sich das Paar auf dem 20x40 Meter großen Rechteck bewegte. Mit einer Wertnote von 8.50 (9 = sehr gut) quittierte das Richter-Duo diese Vorstellung, die nicht nur den Gewinn der Goldschleife, sondern zugleich die höchste Wertnote des Tages bedeutete.

Auf dem 40x60 Meter großen Sandplatz war Rainer Vick-Waters für die Erstellung der Hindernisse verantwortlich. So auch in der Springprüfung der Eingangsstufe, in der er die ideale Zeit bei optimalem Tempo berechnet hatte, an die die Reiter möglichst nahe herankommen sollten. Eine Aufgabenstellung, die Isabel Buschmann (Hamminkeln) auf Franklin‘s Girl (0.00/56.36) an diesem Tage am besten meisterte und sich die Goldschleife einheimste. Rang drei erzielte Luisa Hendricks vom RV Eintracht Veen auf Menora (0.00/58.39) in dieser Prüfung, in der eine Abweichung von mehr als zwei Sekunden Strafpunkte bedeuteten.

Höhepunkt auf dem Dressurplatz beim St. Georg-Sommerturnier war die Reiterprüfung der mittelschweren Klasse, in der es nicht nur galt, auswendig zu reiten, sondern auch Birgit Gerstmann und Judith Pompe von der Leistung im Sattel, vor allem durch sichere und gleichzeitig gefühlvolle Einwirkung, zu überzeugen.

Da mussten sich die Teilnehmer in den Leistungsklassen zwei bis vier schon ordentlich ins Zeug legen, um sich gut ausbalanciert sitzend und das Pferd mit sicherer Hilfengebung vorzustellen. Eine Aufgabe, die an der Römerstraße von Leonie Kortz (Hünxe) auf der in Westfalen gezogenen Lioba (von Laudabilis) am besten gelöst wurde, die mit einer Wertnote von 7.40 die Konkurrenz hinter sich ließ. Rang zwei ging an Lena Schäfer (Eversael), die auf Miracle mit einer Wertnote von 6.70 bedacht wurde.

Eine Siegerrunde entschied in der Springprüfung der Klasse L über die Goldschleife oder Platzierung. Hier war’s Tina Wellessen vom Club der Pferdefreunde Goch, die im Sattel von Lillebi (*0.00/35.68) die anderen hinter sich ließ.

Die Helfer um Michael Gomolla sprachen von einem gelungenen Sommerturnier. Den Eindruck hatten auch Alpens Bürgermeister Thomas Ahls und Vertreter des Bürgerschützenvereins Drüpt, die sich einige Prüfungen anschauten.

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