Reiten : Volle Konzentration im Springparcours

Beim Sommerturnier in Eversael gewann Thorsten Nienhaus die Prüfung der schweren Klasse.

Sie stand ohne Zweifel im Mittelpunkt des zweitägigen Sommeturniers beim RuFV „Graf von Schmettow“ Eversael, die Springprüfung der schweren Klasse. Die Siegerschleife nahm Thorsten Nienhaus mit.

Parcourschef Manfred Krebber war mit Heinz Kleinbongartz im S*-Springen für die leistungsgerechte Erstellung des „Stangenwaldes“ verantwortlich. Die Hindernisse wurden auf mindestens 1,40 Meter erhöht. Eine Sprunghöhe, die schon gewaltig erschien, wenn man die Teilnehmer bei der Parcoursbesichtung beobachtete, während sie an den Hindernissen entlang liefen. Die Aktiven schritten den Abstand bei den Kombinationen ab, um zu entscheiden, ob sie wegen der Galoppsprünge eher zulegen müssen oder versuchen sollten, diese „Klippe“ verhalten zu überwinden, um nicht einen Hindernisfehler zu verursachen.

Zulegen mussten die Reiterinnen und Reiter in jedem Fall an Hindernis sieben, dem Wassergraben, um ihn ohne Fehler hinter sich zu lassen. Aufmerksame Beobachter waren nicht nur die Zuschauer, sondern auch Ulrich Plein und Axel Burk am Richtertisch. Von ihnen war volle Konzentration gefordert. Keine einfache Sache bei den hochsommerlichen Temperaturen. Schnell waren die Ritte der Teilnehmer in diesem Springen. So mancher Zuschauer schaute zwischendurch auch auf sein Smartphone, um die Zwischenstände des Finals der Fußball-WM zu erfahren.

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Am Ende war’s in Eversael der für den RV von Bredow Keppeln reitende Thorsten Nienhaus, der im Sattel des achtjährigen Calucci-Sohn Cartier die letzte Ehrenrunde anführte. In Bestzeit hängte der Routinier seine ebenfalls fehlerfrei reitende Konkurrenz auf dem braunen Wallach ab. „Wegen der sehr guten Platzverhältnisse ist alles reibungslos verlaufen“, zog Ulrike Kubik für den RFV Eversael ein positives Fazit eines Turniers, bei dem auch die vereinseigenen Mitglieder ordentlich um die begehrten Schleifen mitmischten.

So wie Yvonne Wagner, die auf dem siebenjährigen Fuchswallach Sunday`s Son (Sunday/Wanderer) die zweite Abteilung der L-Dressur anführte. Stark war die Vorstellung der in den Niederlanden gezogenen Dallas Lady (Indouglas/Kigali) in der Springpferdeprüfung auf A*-Niveau. Tobias Thoenes (Keppeln) lenkte die Stute in dem geforderten Grundtempo über die Hindernisse. Ergebnis: Eine Wertnote (WN) von 8\.80, mit der Tonius Tielman und Axel Burk das Paar an die Spitze dieser Prüfung komplimentierte.

Auf Rang eins der Springpferdeprüfung der Klasse L ritt der Xantener Stefan Miß den fünfjährigen Hengst Big Balou (Balou du Rouet/Casco), für dessen Vorstellung er eine WN von 8\.20 erhielt. Im Dressurviereck stand unter anderem Takt, Fleiß und Raumgriff beim Schritt beziehungsweise Schwung und Engagement der Hinterhand im Trab sowie der Durchsprung im Galopp auf dem Bewertungszettel der mittelschweren Prüfungen. Und während hier um hohe Punktzahlen gekämpft wurde, präsentierten die Jüngsten in der Reithalle in ihren Wettbewerben den Einstieg in das Turniergeschehen. Und viele von diesen Talenten werden bestimmt noch öfter beim Sommerturnier am Sandweg ihr Können zeigen.

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