Lokalsport: Reinders: "Es hat wieder hingehauen"

Lokalsport: Reinders: "Es hat wieder hingehauen"

Leichtathletik: Die elf Schülerinnen des Xantener Stifts-Gymnasiums bestätigen in der Bundeshauptstadt ihre tollen Leistungen aus den Qualifikationsrunden. Mit Rang sechs hinter fünf ostdeutschen Sportschulen erreichen sie ihr Ziel.

Die Stimmung war regelrecht euphorisch: Elf Schülerinnen des Stifts-Gymnasiums Xanten hatten sich mit einem großen Ziel auf den Weg nach Berlin gemacht. Sie wollten ihre starken Leistungen aus den Qualifikations-Wettkämpfen zum Bundesfinale 2017 in der Leichtathletik auch bei der Final-Veranstaltung in der Hauptstadt bestätigen. "Unser Ziel war der sechste Platz. Es musste schon alles passen, um im Jahn-Stadion der starken Konkurrenz aus dem gesamten Bundesgebiet die Stirn bieten zu können. Klar war im Vorfeld, dass wir mit den Sportschulen aus den neuen Bundesländern nicht mithalten können. Aber vom Rest wollten wir die Besten sein - und das ist uns hervorragend gelungen", berichtete Yves Reinders, coachender Sportlehrer aus der Domstadt, voller Stolz.

Der sechste Platz des Teams setzte der viertägigen Fahrt nach Berlin die Krone auf. "Für uns ist dieses Erlebnis eine Riesensache mit viel Gänsehaut und Euphorie. Es passte aber auch alles. Neben den erneut tollen sportlichen Leistungen unserer Mädchen fanden wir perfektes Leichtathletik-Wetter vor: Sonnenschein, Windstille und 18 Grad Celsius", sagte Reinders gestern Abend, nachdem feststand, dass die elf Gymnasiastinnen mit 7 322 Punkten knapp hinter dem Sportgymnasium Chemnitz (7 353) als beste westdeutsche, "normale", Schule gewertet wurde. Die Sportschule Potsdam (7 805) setzte sich an die Spitze vor dem Sportgymnasium Neubrandenburg (7 740), dem Schul- und Leistungssportzentrum Berlin (7 691) sowie den Sportschulen Halle (7 614). "Es ist ein Goldener Jahrgang, den wir hier betreuen durften", ergänzte Reinders, der ein ganz großes Dankeschön an drei Trainer in der Heimat richtete: Werner Speckert, Werner Riedel und René Niersmann. "Diese drei Leichtathletik-Trainer haben die wertvolle Arbeit geleistet, damit unsere Mädchen hier im Reigen der Besten ihres Jahrgangs in Deutschland mitmischen konnten."

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Speckert bereitete die beiden Handballerinnen Alina Mjagkich und Mia Bandusch auf das Spektakel in Berlin vor. Der Coach des TuS Xanten hatte sich zwei Wochen lang mit den Mädchen auf Leichtathletik-Übungen spezialisiert. Die beiden Sonsbecker Trainer Riedel und Niersmann hatten zuvor intensiv mit Rahel Brömmel, Elena Aengeneyndt, Luise Benthaus und Merret Manten gearbeitet.

Die abschließende Staffel über 4 x 75 Meter war wie gewohnt ein heikles Unterfangen. "Es hat wieder hingehauen - und zwar bezogen auf die gesamte Mannschaft. Die Mädchen haben das cool hingekriegt. Keine Spur von verlorenen Staffelstäben oder sonstigen Problemen", freute sich Reinders zum Abschluss. Heute Abend gibt es für die insgesamt rund 4000 Nachwuchs-Sportler(innen) in der Berliner Max-Schmeling-Halle eine große Siegerehrung mit attraktivem Rahmenprogramm. "Darauf freuen sich die Mädchen jetzt schon riesig. Berlin anzuschauen war bereits spektakulär, und mit dem Bundestags-Abgeordneten, Dr. Hans-Ulrich Krüger, eine Führung durch das Parlament zu bekommen, ist ebenfalls ein Höhepunkt unserer Tour", so Reinders. Morgen wird die Delegation des Stifts-Gymnasiums wohlbehalten in Xanten zurück erwartet. Und dann dürfen alle Beteiligten mit Fug und Recht behaupten: "Berlin war eine Reise wert."

(RP)