Lokalsport : Raab fordert einen Derbysieg

Frauenfußball: SV Budberg II setzt auf eine Änderung der Marschroute.

Beim Blick auf den Kaderzettel für den morgigen Sonntag versucht Jürgen Raab, Trainer des SV Budberg, seine Sorgenfalten zu verbergen. Besonders viel Platz hat er für die Auflistung der Akteurinnen, die ihm für die Niederrheinligapartie gegen den GSV Moers II zur Verfügung stehen, nämlich nicht gebraucht. Alice Hellfeier und Melissa Grimaldi weilen im Urlaub. Yvonne Peetz und Sarah Hake sind krank. Franziska Keuter ist Wahlhelferin und Marie Schneider muss arbeiten. Zusätzlich steht auch noch der Einsatz von Kim Stawowy auf der Kippe. Die Torhüterin hat sich im Training an der Schulter verletzt.

"Ich komme auf maximal 13 Spielerinnen", fasst Raab die Personalsituation zusammen. Jedoch stellt der Coach an seine Mannschaft den Anspruch, auch mit einem ausgedünnten Kader das Derby gegen Moers erfolgreich zu bestreiten. "Das ist keine unlösbare Aufgabe. Wir haben das nötige Selbstvertrauen und die, die neu in die Startelf reinrutschen, können sich beweisen", sieht Raab möglicherweise auch einen Motivationsvorteil. Ansporn genug dürfte für den Tabellenführer auch der Gedanke an das letzte Aufeinandertreffen der Nachbarn sein. Ende Mai unterlag der SVB den Moerserinnen überraschend Kreispokalfinale.

Die Taktik des SV Budberg II ist vergangene Woche aufgegangen, sich einen Sieg in der Landesliga gegen einen besseren Gegner über zwei gelungene Konter zu erzwingen. "Man kann nicht damit rechnen, dass das immer so klappt", schlägt Übungsleiter Daniel Kühn vorm Heimspiel gegen die Fußballerinnen des SV Rees andere Töne an. Der Gegner sei vor allem in seiner spielerischen und taktischen Kompaktheit eine andere Hausnummer und müsse auf andere Weise geknackt werden. Auf dem Tableau stehen die Gastgeberinnen nach drei Spielen mit einem Sieg, einem Remis und einer Niederlage aktuell sogar überraschend besser dar als die Elf aus Rees. Annika Fülla kehrt in den Kader zurück. Weiter ausfallen wird Lisa Baum.

Der Sieg im Kreispokal unter der Woche hat der Moral der Fußballerinnen des SSV Lüttingen gut getan. In der Bezirksliga soll es nun zuhause gegen den SV Bedburg-Hau auch mit den ersten Punkten klappen. "Das wird am Sonntag eine ganz andere Hausnummer als im Pokal. Es wird Zeit, zu punkten. Ansonsten wissen wir, wo die Reise diese Saison hingeht. Wir müssen uns da unten nun selbst rausziehen", fordert SSV-Trainer Burkhard Euwens vollen Einsatz seiner Elf, die nach zwei Spielen punktlos am Tabellenende steht. Eva Kemkes und Ruth Kaja (Wahlhelfer) sowie Nele Hoffmann (Urlaub) werden nicht mit dabei sein.

(sfk)
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