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Fußball: Platzwart des Jahres kommt aus Ossenberg

Fußball : Platzwart des Jahres kommt aus Ossenberg

Andreas "Lupo" Lubjuhn von der Concordia hat ein deutschlandweites Online-Voting gewonnen.

Ohne ihren "Lupo" wären die Senioren- und Jugendfußballer von Concordia Ossenberg aufgeschmissen. Er putzt die Kabinen, wäscht Trikots, richtet das Spielfeld her oder zupft Unkraut. Andreas Lubjuhn, den alle im Verein nur "Lupo" nennen, ist jetzt zum "Platzwart des Jahres 2014" gewählt worden. Das Familienunternehmen AL-KO, Hauptsponsor des Bundesligisten FC Augsburg, hatte alle Amateurvereine in Deutschland aufgerufen, beim Online-Voting mitzumachen.

Der ehemalige Fußball-Abteilungsleiter der Concordia bekam die meisten Stimmen (fast 33 000). Auch bei der prominent besetzten Jury, der unter anderem Paul Verhaegh (Kapitän der Augsburger) angehörte, kam die Bewerbung an. Sie hatte das letzte Wort und sah in Lubjuhn einen würdigen Titelträger.

"Es ist eine tolle Auszeichnung, aber auch gleichzeitig Motivation, weiterzumachen. Unsere Arbeit findet im Hintergrund statt, viele bekommen gar nicht mit, was ein Platzwart so alles leistet", sagte Lubjuhn, der von einem tollen Geburtstagsgeschenk sprach. Am WM-Final-Sonntag ist er 48 Jahre alt geworden. Hinter ihm liege eine Woche, die er sicherlich so schnell nicht vergessen werde. Und es kommt noch besser. Bestandteil des Gewinns ist auch ein Artikel über ihn in einer der nächsten Ausgaben der Fußball-Kulturzeitschrift "11Freunde".

Darüber hinaus wird ihm bei der offiziellen Preisverleihung am 24. oder 25. Juli in Ossenberg ein Mähroboter für den heimischen Garten übergeben. Und es gibt noch einen Trikotsatz, den Lubjuhn an die A-Jugend der Concordia weiterreichen will, sowie 20 Eintrittskarten für ein Bundesliga-Spiel seiner Wahl gegen den FC Augsburg.

Einige Tickets sollen laut Lubjuhn an die anderen Platzwarte aus dem Fußballkreis Moers gehen, die ebenfalls zur Wahl standen. So reichte es für Cedric Kock (BSV Bönninghardt), Dirk Terhorst (Viktoria Birten) und Erwin Gehrke (SV Ginderich) nicht für den ersten Rang.

Ein besonderes Dankeschön spricht Lubjuhn, der zudem als Schiedsrichter tätig ist, F-Jugend-Trainer Bernd Hoffacker aus, der "den Stein ins Rollen gebracht" habe. Auch Concordia-Urgestein Frank Misch war begeistert von der Idee und unterstützte den Ossenberger Platzwart bei der Bewerbung, die mit dem passenden Satz endet: "Unser Lupo ist halt Kult, und den kann man nicht kaufen."

(RP)