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Fußball: Pechvogel Haupt schaut nur nach vorne

Fußball : Pechvogel Haupt schaut nur nach vorne

Wegen seiner zweiten Kreuzbandverletzung muss der Neuzugang des Oberligisten SV Sonsbeck derzeit pausieren.

Er ist der erste große Pechvogel des Fußball-Oberligisten SV Sonsbeck der noch jungen Saison, die noch gar nicht richtig begonnen hat. Neuzugang Marvin Haupt war gerade nach überstandenem Kreuzbandriss im linken Knie wieder im Vollbesitz seiner Kräfte, als ihn erneut im Testspiel gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach eine schwere Knieverletzung, diesmal am anderen Bein, abrupt ausbremste.

Mindestens drei Monate muss der 29-Jährige, der auf der rechten Seite der Abwehrkette auf dem Sprung in die Stammformation war, diesmal pausieren. Dennoch hatte der Düsseldorfer Glück im Unglück: Das vordere Kreuzband ist lediglich angerissen, und im Gelenk hat sich ein Bluterguss gebildet. "Es hätte noch schlimmer kommen können", sagt Haupt, der sechs Wochen lang eine Schiene tragen muss.

Der Defensivakteur wollte beim SVS nochmals durchstarten. Drei Jahre war er zuletzt für den SSV Lüttingen in der A-Liga aufgelaufen. Aus beruflichen Gründen konnte er nur freitags trainieren. Mittlerweile hat der angestellte Immobilienvermittler mehr Freiräume und mehr Zeit für sein Hobby eingeplant. Haupt war froh, als Trainer Thomas Geist ihn im Frühjahr mit der Frage konfrontierte, ob er nicht zum SVS wechseln wolle. "Vom Kopf her war ich schon beim VfR Fischeln, für deren zweite Mannschaft ich in der Bezirksliga spielen wollte. Ich musste dann nur kurz überlegen, um mich umzuentscheiden. Thomas hat mich mit seinem Konzept überzeugt. Und wenn man in meinem Alter die Chance bekommt, nochmals in der Oberliga zu spielen, sollte man sie nutzen." Vor seinem Engagement zum SSV Lüttingen hatte Haupt schon in höheren Ligen seine Klasse unter Beweis gestellt. So trug er bereits das Trikot des SV Hönnepel/Niedermörmter und GSV Moers. Mit dem Wechsel nach Sonsbeck schloss sich für den 29-Jährigen der Kreis. Als A-Junior war er bereits für die Rot-Weißen im Einsatz. In der Saison wechselte ihn Trainer "Schorsch" Mewes einige Mal in der ersten Senioren-Mannschaft ein, die in die Verbandsliga aufstieg.

In diesem Sommer kehrte Haupt also mit großen Hoffnungen in den Willy-Lemkens-Sportpark zurück. Der Kreuzbandriss am linken Knie mit folgender Operation im Juli 2013 und zehnmonatiger Zwangspause war ganz weit weg, als der erfahrene Abwehrakteur seine ersten Trainingseinheiten absolvierte. Es lief gut für Haupt. "Ich war selber überrascht, dass die Umstellung von der A-Liga zur Oberliga so gut geklappt hat. Von Woche zu Woche bin ich stärker geworden." In den Heimpartien gegen die Regionalligisten KFC Uerdingen, Schalke 04 II und Mönchengladbach II hinterließ er einen glänzenden Eindruck. Kurz vor dem Schlusspfiff gegen Borussia blieb Haupt dann im Rasen hängen, und der Großteil der ersten Saisonhälfte war damit für ihn gelaufen.

Haupt steckt den Kopf nicht in den Sand. Sobald der Arzt Grünes Licht gibt, beginnt er damit, an seinem Comeback zu arbeiten. "Ich will mich schnell wieder rankämpfen und spätestens in der Rückrunde einen Stammplatz erobert haben."

(RP)