Aus Den Vereinen: Ossenberger Fußballer knüpfen Platzaufgabe an Bedingungen

Aus Den Vereinen : Ossenberger Fußballer knüpfen Platzaufgabe an Bedingungen

Für Concordia Ossenberg ist es, wie Fußball-Abteilungsleiter Frank Misch sagte, ein "hochbrisantes Thema": Da die Stadt Rheinberg erhebliche Geldprobleme hat, wird darüber nachgedacht, Sportplätze zu schließen. Auch der weit über 2000 Mitglieder starke Sportverein im Norden der Stadt könnte betroffen sein. Ans Aufgeben wollte bei der Hauptversammlung aber niemand denken.

Stattdessen stellte der Vorsitzende Burghard Kretschmer, der wie seine Mitstreiter wiedergewählt wurde, das Sportstättenkonzept "Concordia 2014-2020" vor. Demnach nimmt die Concordia langfristig die Aufgabe des Spielbetriebs der beiden Seniorenmannschaften auf dem Fußballplatz an der Schlossstraße in Kauf, sofern in Rheinberg die gemeinsame kooperative Nutzung einer alternativen Anlage gewährleistet wird. "Das ist für unsere Fußball-Abteilung immer noch ein starker Einschnitt, aber angesichts der demografischen Entwicklung auch die Chance, die ersten Schritte zu einer Zentralisierung von Sportarten in Rheinberg zu machen." Schon länger klagen die Kicker über Probleme. Gerade im Winter sei der Platz kaum bespielbar, erklärte Misch. "Bei schlechtem Wetter kann die Jugend nur einmal wöchentlich trainieren. Mittlerweile mussten auch schon die Eltern tief in die Tasche greifen, damit wir hin und wieder eine Trainingseinheit in der Soccerhalle durchführen konnten", fügte er hinzu. Ebenso seien unzählige Seniorenpartien ausgefallen. Zwar sei die Fußballabteilung sportlich gut aufgestellt, zu einer positiven Entwicklung trage "diese Situation" aber sicher nicht bei. Eine Zentralisierung der Sportarten entspreche auch dem Abschlussbericht des Instituts der Experten der Deutschen Sporthochschule Köln, den die Concordia ihrem Konzept zugrunde legte. Laut Bericht gebe es in Rheinberg erhebliche Defizite im Bereich der Großspielfelder und Halleneinheiten. Gleichzeitig wird der große Bedarf anderer Sportarten aufgezeigt, den das breitgefächerte Angebot im Sportcenter des Vereins schon seit Jahren zum Großteil abdeckt. So ist geplant, künftig die im Sportcenter und Gemeindehaus durchgeführten Kurse als dauerhafte finanzielle Basis des Vereins zu etablieren. Dank des Umbaus des Gebäudes zur barrierefreien Sportstätte gebe es zudem Sportangebote für Menschen mit Behinderung. Darüber hinaus wäre es möglich, den Altbau der Grundschule etwa als Kraftraum zu nutzen. Das Vereinsheim an der Schlossstraße wäre mit seinen Umkleide- und Duschmöglichkeit für die Outdoor-Sportarten nutzbar.

(beaw)