Lokalsport: Ossenberg zeigt sich angriffslustig

Lokalsport: Ossenberg zeigt sich angriffslustig

Fußball-Kreisliga A: Die abstiegsgefährdete Concordia fährt zum Drittletzten nach Lintfort. Im Spitzenspiel erwartet der SV Sonsbeck II Tabellenführer VfB Homberg II. Im Derby stehen sich der SV Millingen und SV Orsoy gegenüber.

Die Angst vor der Langeweile an der Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga A geht um. Der VfB Homberg II zieht dort einsam seine Kreise und belegt seine derzeitige Ausnahmestellung auch mit eindrucksvollen Zahlen. Das Team aus dem Duisburger Westen, bei dem der ehemalige Oberligaspieler Sunny Acar im zweiten Jahr als Trainer überaus erfolgreich in der Verantwortung steht, stürmt seit nunmehr 13 Spielen ungeschlagen durch die Liga und hat seinen Vorsprung an der Spitze in dieser Zeit kontinuierlich ausgebaut. Bis zum Tabellendritten Viktoria Alpen sind es bereits elf Zähler - da müssten die Homberger schon viermal straucheln, ehe die Viktoria noch in den Aufstiegskampf eingreifen dürfte.

Einziger Kandidat im Bemühen, den Alleingang der VfB-Zweitvertretung zu verhindern und der Liga noch eine Prise Spannung zu schenken, ist der SV Sonsbeck II. Der erste Verfolger liegt sechs Punkte zurück. Am Sonntag tritt der Tabellenführer an der Balberger Straße an - da muss der Auftrag der Gastgeber nicht lange formuliert werden. "Neun Punkte Abstand werden wir nicht mehr aufholen können", legt sich Johannes Bothen, der Spielertrainer des SVS II, vor dem Anstoß fest. "Und Homberg weiß natürlich auch, dass sie bei uns schon alles klar machen können, die werden heiß sein", vermutet er. Freilich, seine Jungs können ja schließlich auch kicken. "Bei nur noch drei Punkten Abstand wäre wieder Feuer in der Liga", stachelt Bothen sein Team noch einmal an. Personell dürften die Vorteile beim ausgeglichenen und größeren Kader der Gäste liegen. Bothen wird angesichts der Einschränkungen seiner Auswahl, in der am vergangenen Sonntag sogar Torhüter David Vengels als Feldspieler am Match teilnehmen musste, einmal mehr auf tatkräftige Unterstützung der ersten Sonsbecker Vertretung angewiesen sein.

Wesentlich prickelnder stellt sich der Abstiegskampf dar. "Vier aus Sieben" lautet das Motto vor dem 21. Spieltag. Die Zone der Abstiegskandidaten beginnt bereits beim zwölften Platz, den der Rumelner TV mit 21 Zählern einnimmt und erstreckt sich bis zu den Kellerkindern TuS Xanten (12 Punkte) und TuS Asterlagen (9), die schon abgeschlagen der Konkurrenz hinterher blicken müssen. Dazwischen geht es knubbelig zu, denn mit Borussia Veen und Concordia Ossenberg (je 20), dem SV Millingen (19) und der DJK Lintfort (18) liegen gleich vier Mannschaften eng beisammen.

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Umso wichtiger sind die direkten Duelle, die am Sonntag auf dem Plan stehen. Borussia Veen kann sich im Heimspiel gegen den TuS Asterlagen weitere Vorteile verschaffen. Dennis Tegeler, in der Winterpause zurückgekehrt, musste am vergangenen Wochenende beim 1:0-Sieg in Lüttingen wegen einer Grippe passen; diesmal hofft Veens Trainer Christian Hauk auf sein Comeback. Concordia Ossenberg muss bei der DJK Lintfort bestehen. Trainer Björn Quint zeigt sich angriffslustig. "Wir fahren dahin, um zu gewinnen", will er die gute Form aus dem 1:1 gegen Sonsbeck II mit an die Franzstraße nehmen. Lucas Bangert und Torhüter Alexander Furthmann stehen wieder im Team, dagegen scheint für Mannschaftskapitän Jonas Baumbach die Saison angesichts seiner Knieprobleme schon beendet zu sein.

Im Rheinberger Derby stehen sich der SV Millingen, mit Aufwind nach dem 5:2 in der Woche am Fürstenberg, und der mit dem 1:1 gegen die DJK zuletzt enttäuschende SV Orsoy gegenüber. Die angeschlagene Truppe des TuS Xanten gastiert beim TV Asberg. Ein Hoffnungsschimmer stellt dabei die Rückkehr des am Mittwoch schmerzlich vermissten Sebastian Kaczmarek dar. Ortsrivale SSV Lüttingen greift mit dem Gastspiel beim Rumelner TV in den Abstiegskampf ein.

Viktoria Alpen empfängt den VfL Rheinhausen - das Duell war zu Saisonbeginn noch als Schlagerspiel geplant, läuft inzwischen, angesichts des enttäuschenden Abschneidens der Gäste, aber eher als Randprogramm ab. Auf hohem Level überzeugt dagegen Aufsteiger SV Büderich, der seine aktuelle Erfolgsserie von fünf siegreichen Spielen im Heimspiel gegen Preußen Vluyn ausbauen möchte.

(DK)