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Oberliga: VfB Homberg gewinnt beim 1. FC Kleve 1:0

Fussball : VfB Homberg setzt seine Siegesserie auch in Kleve fort

Sieben auf einen Streich – die Anhänger des VfB Homberg müssen sich im Moment wie in einer Märchenwelt vorkommen. Ihr Team ist in der Fußball-Oberliga weiterhin nicht aufzuhalten. Auch wenn es mit einem 1:0 (0:0) letztlich denkbar knapp am Bresserberg ausging, hatte auch das Kapitel 1. FC Kleve für die Kicker vom Rheindeich ein schönes Happy End.

„Wir wussten vorher, dass es sehr schwer wird, in Kleve zu gewinnen, und so war es auch“, zollte Stefan Janßen dem gastgebenden Aufsteiger Respekt – um nachzuschieben: „Aber wir haben es geschafft, und jetzt freuen wir uns über den siebten Sieg in Folge.“

Um die Punkte 19 bis 21 mussten der Coach und sein Team inklusive einer fünfminütigen Nachspielzeit trotz Überlegenheit bis zum Ende bangen. Insgesamt musste Torwart Philipp Gutkowski zwar nur einmal bei einem scharf geschossenen Freistoß wirklich entschärfend eingreifen, doch da der VfB den Sack nicht zumachen konnte, warf der 1. FC alles nach vorne. „Aber wir haben alles abgeräumt. Schon die Jungs vorn sind voll drauf gegangen“, sah Janßen eine beherzte Defensivleistung seiner Elf.

Bis zur Pause machte der Trainer den VfB als „klar überlegene Mannschaft“ aus. Zweimal Dennis Wibbe sowie Julien Rybacki hatten gute Gelegenheiten zur Führung. „Die muss man nicht zwingend machen, doch sie hätten zum Tor führen können“, meinte der Coach. „Nach dem Seitenwechsel war Kleve dann etwas griffiger. Bis zu unserem Tor.“

Und das löste Emotionen aus. Kleves Torwart Andre Barth ließ die Kugel fallen, und Dennis Wibbe spitzelte den Ball über die Linie (52.). Dabei wollten die Gastgeber ein Foul vom Homberger Angreifer an den Schlussmann des 1. FC gesehen haben. „Da war aber nichts“, versicherte Janßen. Doch der Stachel bei den Gastgebern saß tief. „Es kam eine unnötige Hektik rein, viele Nickeligkeiten und auch zwei brutale Fouls“, gehörte Kleves Mike Terfloth für sein Einsteigen von hinten mit beiden Beinen in Janßens Augen vom Feld gestellt. „Das war eine Rote Karte“, wunderte sich der Homberger Trainer über die Milde, von Schiedsrichter Cedrik Gottschalk.