Fußball-Oberligist trifft auf Schlusslicht Meerbusch Ohne Klaus Keisers geht’s nicht in Sonsbeck

SONSBECK · Der derzeit verletzte 26-Jährige gehört beim Fußball-Oberligisten SV Sonsbeck zum Inventar. Das sagt Klaus Keisers zu seiner Vertragsverlängerung und seinem Heilungsverlauf. Am Sonntag steht das Spiel bei Schlusslicht Meerbusch an. TSV-Teammanager Horst Riege erklärt den Trainerwechsel beim Tabellenletzten.

 Szene aus dem Hinspiel, das in Sonsbeck 1:1 endete. Die Meerbuscher Führung glich Klaus Keisers (am Ball) aus.

Szene aus dem Hinspiel, das in Sonsbeck 1:1 endete. Die Meerbuscher Führung glich Klaus Keisers (am Ball) aus.

Foto: Jakob Klos

Vor dem 26. Spieltag und der Partie beim Schlusslicht TSV Meerbusch am Sonntag, 15 Uhr, hat Goalgetter Klaus Keisers beim Fußball-Oberligisten SV Sonsbeck ein starkes Zeichen gesetzt. Der 26-Jährige verlängerte seinen Vertrag. Neben Keisers kann Trainer Heinrich Losing auch weiter mit Keeper Jannik Hinsenkamp planen. Eingreifen werden beide langzeitverletzten Spieler in dieser Saison allerdings nicht mehr. Wenn alles planmäßig verläuft, kehren sie in der Sommervorbereitung ins Mannschaftstraining zurück.

Keisers, den seit November eine Kreuzbandverletzung außer Gefecht setzt, musste nicht lange überlegen, ob er bei den Rot-Weißen bleibt: „Ich gehe in Sonsbeck in mein zwölftes Jahr, und es macht immer noch großen Spaß. Nach der ersten großen Verletzung in meiner Fußballer-Laufbahn war ohnehin klar, dass ich in Sonsbeck bleibe. Der Fokus liegt darauf, wieder fit zu werden und Vertrauen in mein Knie zu gewinnen.“ Der Heilungsprozess verlaufe gut, sagt der Stürmer. „Der Arzt war mit der OP und dem zweiten Kontroll-MRT sehr zufrieden. Auch mit der Physiotherapie liege ich voll im Zeitplan und kann mittlerweile langsam joggen“, so Keisers, der mit sechs Treffern immer noch Sonsbecks bester Torschütze in dieser Saison ist.

Hinsenkamp, der seit seinem Wechsel zum SVS im Sommer wegen einer Schulterverletzung noch ohne Einsatzminute ist, meint: „Ich fühle mich super wohl mit den Jungs und dem Trainerteam. Auch wir Torhüter untereinander verstehen uns gut. Das Drumherum stimmt ebenfalls – also Platz, Kabine und die Menschen im Verein. Zudem bin ich den Verantwortlichen dankbar, dass sie trotz der schweren Verletzung schnell klargemacht haben, dass sie gerne mit mir weiter zusammenarbeiten würden.“ Und zum Heilungsprozess sagt er: „Der verläuft gut. Ich bin meinem Plan sicher schon ein kleines bisschen voraus, auch wenn die Verletzung für Torhüter etwas schwerwiegender ist. Aber durch mehrmalige Physio in der Woche und gelegentliches Schwimmen erholt sich die Schulter gut.“

Für Fußball-Abteilungsleiter Heiner Gesthüsen war‘s von vornherein klar, mit Keisers und Hinsenkamp zu verlängern: „Klaus gehört zum Inventar des Klubs. Ohne ihn wäre der SVS nicht mehr das, was er jetzt ist. Jannik lieferte sich im letzten Sommer ein Duell auf Augenhöhe mit Jonas Holzum. Er ist ein super Typ und passt top in die Mannschaft. Er verhält sich vorbildlich und übte auch ständig Druck auf Jonas aus.“

Co-Trainer Jan Schmitz, der in dieser Woche den im Urlaub weilenden Chef Heinrich Losing vertrat, ergänzt: „Klaus hat in den letzten Jahren konstant gute Leistungen gebracht und sich einen hohen Stellenwert in der Mannschaft erarbeitet. Jannik hat sich einen starken Zweikampf mit Jonas geliefert. Die zwei und Jona Scholz haben sich gegenseitig gepuscht, was für einen starken Charakter der Keeper spricht.“

Keisers sowie Hinsenkamp sind am Sonntag in Meerbusch vor Ort, um ihre Mitspieler zu unterstützen. „Meerbusch ist eine gestandene Oberliga-Truppe, die sehr überraschend unten steht. Diese Saison haben sie Verletzungspech und verlieren viele Spiele nur knapp“, so Keisers. Hinsenkamp sagt zum Gegner: „Meerbusch war immer eine Mannschaft mit hoher individueller Qualität, die unangenehm zu bespielen war.“ Der TSV ist mit 18 Zählern Letzter und hat nach zuletzt sechs sieglosen Partien eine personelle Veränderung vorgenommen.

Das Trainerduo Kevin Kreuzberg und Robert Gambino wurde diese Woche durch Samir Sisic als neuen Chefcoach ersetzt. Co-Trainer ist jetzt Niklas Bonnekessel. „Wir haben uns im beiderseitigen Einverständnis getrennt und wollen nun den letzten Strohhalm nutzen. Wir haben acht Endspiele und hoffen, dass mit den neuen Trainern das Quäntchen Glück zurückkommt,“ erklärt TSV-Teammanager Horst Riege. Der ehemalige Sonsbecker Coach weiß um die nächste schwere Aufgabe: „Heinrich Losing hat eine starke Mannschaft zusammengeformt, die nicht umsonst auf dem siebten Platz steht.“ Schmitz warnt seine Schützlinge noch vor Überheblichkeit: „Wir müssen die Grundtugenden auf dem Platz bringen, so wie gegen Homberg in der zweiten Halbzeit. Mit der Leistung aus dem ersten Durchgang wird‘s gegen Meerbusch nicht reichen.“