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Norbert Seewald aus Xanten wird Zweiter bei der Tour Transalp

Norbert Seewald bei der Tour Transalp : Xantener überquert die Alpen mit dem Rennrad

Norbert Seewald aus Birten nahm mit Faris Al-Sultan an dem Etappenrennen durch das Hochgebirge auf dem Rennrad teil. Als Team Wadenzauber belegten sie in der Mastersklasse nach 610 Kilometern den zweiten Platz.

Sie waren 20:51 Stunden auf ihren Rädern unterwegs, überquerten in der Zeit die Alpen auf einer Strecke von rund 600 Kilometern – Norbert Seewald (42) aus Xanten-Birten und Faris Al-Sultan (44) aus München. Die zwei gehörten dem Teilnehmerfeld der Tour Transalp, einem der größten Rennrad-Events für Hobbysportler, an. Und für das Duo lief‘s richtig gut. Al-Sultan, Ironman-Weltmeister von 2005, und Seewald, Verwaltungsbeamter bei der Polizei Krefeld, belegten in der Mastersklasse mit ihrer Endzeit Platz zwei von 70 Teams, in der Gesamtwertung sprang Rang vier heraus.

„Das ist ein Top-Ergebnis. Es war eine sehr schöne Veranstaltung. Wir sind ohne Drama, Panne oder Sturz durchgekommen“, sagte Seewald, der regelmäßig als Amateurradsportler an Rennen teilnimmt, die zwischen 60 und 90 Kilometer lang sind, und Mitglied im TuS Xanten ist. „Ich messe mich gerne mit anderen. Radfahren ist meine Motivation. Mein persönliches Ziel bei der diesjährigen Transalp-Tour war‘s zunächst, so gut wie möglich zu fahren, dass Faris sich nicht langweilt.“

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Schnell wurde deutlich, dass sich die zwei gut ergänzen. Der Kontakt zum ehemaligen Triathlon-Profi stellte Yves Reinders aus der Triathlon-Abteilung des TuS her. Seine Schwester Ina ist mit Al-Sultan verheiratet. „Viel hängt bei einer solchen Veranstaltung vom Partner ab“, weiß Seewald, der zum fünften Mal an der Tour Transalp teilnahm. Nach einem Kennenlerngespräch und gemeinsamen Trainingslager auf Fuerteventura war klar, dass die beiden als Team „Wadenzauber“ das Jedermann-Rad-Etappenrennen angehen wollen.

Sie meldeten sich für die Masters-Wertung an. Dort starten die Zweierteams, die zusammen über 80 Jahre als sind. Los‘s ging‘s am Reschensee im westlichen Tirol. Ziel war die Kleinstadt Arco nördlich des Gardasees gelegen. Vor ihnen lagen etwa 610 Kilometer und circa 16.000 Höhenmeter verteilt auf sieben Tagesetappen. Zeit, sich zwischendurch die Schönheiten der Natur anzuschauen, blieb aber fast keine.

Norbert Seewald meinte: „Es war diesmal eine relativ kurze Transalp-Tour. Die Strecken sind uns entgegengekommen, wir konnten unsere Stärken prima ausspielen. Jeder Tag war ein Highlight.“ Bereits nach der ersten Etappe kristallisierte sich heraus, dass er mit seinem prominenten Begleiter, der als Triathlon-Coach sein Geld verdient, ganz vorne reinfahren kann. Sie hatten den ersten Teilabschnitt nach Zernez (rund 77 Kilometer) auf Platz zwei abgeschlossen.

Am Ende der Schlussetappe war die Vorfreude auf die Siegerehrung dann groß. Schließlich standen sie auf dem Siegertreppchen. Platz eins war nicht drin. Ein belgisches Duo gewann in 20:03 Stunden. Es gab Sachpreise, Medaillen und Pokale. „Doch am wichtigsten sind die Erinnerungen, die man von einer tollen Tour mitnimmt“, sagte Norbert Seewald.