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Niederrhein: Allmählich erwacht auch wieder der Pferdesport

Reiten : Allmählich erwacht auch wieder der Pferdesport am Niederrhein

Im Kreispferdesportverband Wesel kehren Reiter und Vereine trotz der umfangreichen Corona-Einschränkungen langsam zur Normalität zurück. Einige Turniere sind bereits fest eingeplant.

Die Corona-Krise hat auch die Reitsportler getroffen. Viele Veranstaltungen fielen in den vergangenen Monaten der Pandemie zum Opfer. Erste Lockerungen sorgen aber wieder für Leben in den Klubs. Beispielsweise beim Reiterverein Graf Haeseler Sonsbeck.

„Soweit läuft alles wieder relativ normal – und das Ganze natürlich unter Einhaltung aller Hygieneregeln. So konnten die Einstaller glücklicherweise während der gesamten Zeit schon Ihre Pferde bewegen und pflegen. Besonders haben wir uns aber gefreut, als auch unser Reitlehrer Johannes Eiden seinen Reitbetrieb nach dem Lockdown wiederaufnehmen durfte“, sagt Pressewart Tim Tischner. „Schließlich stand der gesamte Schulreitbetrieb ja wochenlang still, wobei die Pferde und Ponys natürlich weiter versorgt werden mussten und auch die Kosten weiterliefen.“

Ein weiterer Vorteil in Sonsbeck: Aufgrund des riesigen Platzangebotes auf der Anlage können und konnten die aktiven Reiter relativ ungehindert trainieren, auch ohne die bestehenden Abstandsregeln zu missachten. „Unser Sommerturnier, welches wir schweren Herzens absagen mussten, wäre in diesem Monat terminiert gewesen. Doch die Auflagen und Hygienevorschriften für eine Durchführung wäre für das ausschließlich aus ehrenamtlichen Helfern bestehende Organisationsteam aber so nicht durchführbar gewesen. Umso mehr freuen wir uns aber auf das nächste Jahr“, sagt der Pressewart des Sonsbecker Vereins.

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Hoffnungen für 2020 gibt es an anderer Stelle. „Unser diesjähriges Turnier ist auf den 9. bis 11. Oktober verschoben. Wir hoffen, dass wir dann unsere Veranstaltung mit nicht zu großen Einschränkungen durchführen können“, sagt Julia Miß vom Tünglerhof.

Beim RV Graf von Schmettow Eversael dagegen gibt es derweil keine neuen Nachrichten zu verkünden. „Weil wir nichts planen können und wegen der aktuellen Situation auch nichts durchführen dürfen“, sagt Ulrike Kubick.

Doch blickt sie freudig auf die Sportplakette, die den Verein als Geschenk von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum hundertjährigen Bestehen zwischenzeitlich erreicht hat, verbunden mit den Glückwünschen vom Landessportbund. Der Coronavirus-Pandemie zum Opfer fiel am Budberger Sandweg nicht nur die Jubiläumsfeier, sondern auch die Ausrichtung der Kreismeisterschaften in Dressur und Springen, die am vergangenen Wochenende dort hätten stattfinden sollen.

Im Gegensatz dazu haben sich einige Kilometer weiter die Bruckhausener Reiter dazu durchringen können, ein sogenanntes Late Entry-Turnier zu veranstalten. „Nach anstrengenden Tagen hatten wir es geschafft und alle Genehmigungen zusammengetragen“, sagt Stefanie Ewertz. Und so konnte der Verein unter anderem am vergangenen Wochenende Jungpferdeprüfungen, sowie Springprüfungen von der Anfangs- bis zur mittelschweren Klasse anbieten und freute sich, wenn auch mit begrenzter Starterzahl, die Reiter auf dem neuen Sandplatz begrüßen zu dürfen.