Sportpolitik : Neues Vereinsheim soll her

Der SV Millingen möchte ein gemauertes Gebäude haben. Der SV Budberg lässt beim Thema "Kunstrasenplatz" nicht locker. Der Sportausschuss diskutierte auch über die neuen Sportförderrichtlinien, die ab 2012 gelten sollen.

Im September 2008 war der SV Budberg erstmals auf die Stadt Rheinberg mit dem Bauantrag eines Kunstrasen-Spielfeldes herangetreten. Gestern beschäftigte das Anliegen des Vereins erneut die Mitglieder des Sportausschusses.

Bürgermeister Hans-Theo Mennicken gab bekannt, das die Sanierung des Ascheplatzes, die dringend erforderlich ist, mit rund 470 000 Euro zu Buche schlagen würde. Etwa 700 000 Euro würde der Bau eines mit Kunstrasen bedeckten Klein- und Großspielfeldes kosten. Klaus Bechstein (SPD) sagte dazu: "Dem SV Budberg brennt die Zeit auf den Nägeln. Woher das viele Geld kommen soll, ist allerdings noch fraglich."

Auch Bürgerzentrum

Viel Geld möchte auch der SV Millingen haben — für eines neues Clubheim an der Jahnstraße. Das alte — "eine provisorische Container-Lösung" — soll weg. Eine Sanierung sei aus "ökonomischen und ökologischen Gründen" nicht empfehlenswert. 877 000 Euro sind im Antrag des SVM genannt. Der Rathaus-Chef sprach "von einem hohen Preis" und kündigte weitere Gespräche mit dem Vorstand an. Es seien noch ergänzende Zahlen notwendig.

Die Clubspitze wies daraufhin, dass das "moderne Sportheim" auch als neues Bürgerzentrum für alle Millinger Vereine infrage käme. Durch die neuen Förderrichtlinien, die ab Januar 2012 gelten sollen (siehe Info) und gestern vom Ausschuss befürwortet wurden, müsste der SVM 25 Prozent der Bausumme aufbringen.

Bei einer gemeinsamen Verwirklichung des Projekts aller Vereine erhofft man sich eine Kostenersparnis durch mehr Eigenleistung und ein höheres Interesse von Sponsoren. Die Ossenberger Concordia hat ebenfalls einen Antrag eingereicht. Das Clubheim an der Schlossstraße müsse saniert werden. Knapp über 130 000 Euro sind laut Planungsbüro Ettwig dafür notwendig. Die Concordia möchte das Gebäude als "Dorfgemeinschaftshaus" für alle Ossenberger Vereine und Nachbarschaften zur Verfügung stellen.

Die Ausschussmitglieder diskutierten zudem über die Zukunft der Borther Kleinschwimmhalle, die ebenfalls saniert werden muss. Als Alternative wurde über die Erweiterung des Solvay-Hallenbades gesprochen. Zudem möchte die Verwaltung eine weitere Sporthalle bauen. Der Bedarf sei vorhanden, da allein die Zahl der Schüler über das Jahr 2017 hinaus relativ konstant bleibe und weiterer Platz benötigt werde.

(RP/rl)
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