Natalia Melian-Esser aus Xanten gewinnt Frauenrennen beim Citylauf Geldern

Leichtathletik : Volksfest auf sportlich hohem Niveau

Die Xantenerin Natalia Melian-Esser siegt beim Gelderner City-Lauf über 10-Kilometer-Distanz der Frauen. Derweil konnte sich Marcel Gnoß vom SV Sonsbeck locker im Fünf-Kilometer-Rennen den Sieg sichern.

(mo) Das Treiben in Gelderner Innenstadt am Samstagabend konnte man gemeinhin als „Volksfest“ bezeichnen. Denn auch mit der elften Ausgabe des Gelderner Citylaufs überwanden die Organisatoren der Laufabteilung des GSV Geldern eine magische Grenze. Insgesamt 1037 Sportler nahmen sich der Strecken über fünf oder zehn Kilometer an – darunter auch hunderte Kinder und Jugendliche auf den Schülerstrecken.

Es gehört zum Wesen der hiesigen Volksläufe, dass der Fokus auf den Breitensportlern liegt. So auch in Geldern. Und dennoch: Insbesondere der Lauf über 10.000 Meter machte deutlich, dass das sportliche Level beachtlich ist. Die Königsdisziplin wusste in diesem Jahr der Niederländer Ralph Steegh für sich zu entscheiden. Er lief nach 35:40 Minuten ins Ziel ein und ließ damit Björn Temmler (36:17) vom Laufteam Kassel und Lukas Dieckmann (36:26) hinter sich.

Zum weiblichen Pendant des souveränen Siegers avancierte die Xantenerin Natalia Melian-Esser. Sie überquerte die Ziellinie als schnellste Frau nach 41:02 Minuten. Über die halbe Distanz des Jedermannlaufs behielt Marcel Gnoß vom SV Sonsbeck die Oberhand. Er benötigte für fünf Kilometer 16:27 Minuten. Auch Gnoß machte es nicht mehr spannend und ließ seine ärgsten Kontrahenten mit deutlichem Vorsprung hinter sich. Der Dorstener Julian Tisborn und Melchior van de Pol erreichten jeweils in 17:54 Minuten das Ziel. Final war mit bloßem Auge zu erkennen: Im Zieleinlauf führend war Tisborn.

Für viel Trubel sorgten auch die Bambini. Elly Kramer aus Kerken war das schnellste Mädchen, Fabio Gomes vom gastgebenden GSV lief den anderen Jungs davon. „Es gibt eigentlich nichts, über das wir beschweren dürfen. Der Zehn-Kilometer-Lauf dürfte noch etwas besser angenommen werden. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau“, sagte Organisator van Weegen hinterher.

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