Nachholspiele in der Fußball-Kreisliga A Moers

Fußball : SVS II kann sich auf elf Punkte absetzen

Die wegen Sturms ausgefallenen Partien der Fußball-Kreisliga A werden nun nachgeholt. Der Spitzenreiter aus Sonsbeck kann einen vorentscheidenden Schritt in Sachen Meisterschaft machen. Millingen muss sich langsam auf Abstiegskampf einstellen.

Fußball kann fernab von allem taktischen Geplänkel doch ein ganz einfacher Sport sein. Fragt man Johannes Bothen, den Trainer des SV Sonsbeck II, warum seine Mannschaft an der Spitze der Kreisliga A mit den besten Aussichten auf Meisterschaft und Aufstieg zu finden ist, dann hat der Trainer die Antwort schnell parat. „Die Jungs haben eben richtig Bock, jedes Spiel zu gewinnen“, erläutert er.

Von wegen „Null-Bock-Generation“! Acht Zähler Vorsprung auf den Tabellendritten, der am Ende der Spielzeit in die Röhre schauen muss, hat sich die Mannschaft bereits erspielt. Heute könnten daraus sogar elf werden, denn der Ligaprimus gastiert im Nachholspiel beim MSV Moers. Die Meerbecker galten zur Jahreswende noch als Rivale im Kampf um den Aufstieg, haben sich nach nur einem Zähler aus den letzten drei Partien aber im Mittelfeld einreihen müssen – motivierend ist das wohl nicht. Beim SVS II wird Alexander Gellings erstmals in der Spielzeit draußen bleiben. Der Abwehrriese bekam beim 1:0 über den SV Budberg II seine fünfte gelbe Karte der Saison zu sehen.

Wenn es mal bei gelb bleiben würde – Pierre Jimenez ist so ein Kollege, der sich nach der ersten gelben Karte auch gerne noch mal eine weitere abholt. So hat der Akteur des ESV Hohenbudberg, für den er seit der Winterpause kickt. Concordia Ossenberg, heute zu Gast beim ESV, wird registriert haben, dass da ein gefährlicher Angreifer weniger wartet. Ohnehin reist die Mannschaft um Trainer Björn Quint mit reichlich Optimismus nach den beiden deutlichen Siegen gegen Büderich und Millingen an. Der Coach muss sein torhungriges Team lediglich auf der Position des Torhüters verändern. Leon van den Boom wird zwischen die Pfosten rücken und den gesperrten Alexander Furthmann vertreten.

Ein immer größer werdendes Problem schleppt der SV Millingen mit sich herum. Drei Niederlagen in Folge regen den Gedanken an, dass die Blau-Weißen vielleicht eine Allergie gegen das Mittelfeld der Liga entwickelt haben könnten. „Und die Konkurrenz punktet im Moment wie verrückt“, beschreibt Trainer Markus Hierling die heikle Situation vor dem Heimspiel am heutigen Mittwoch gegen den SSV Lüttingen. Luft im Abstiegskampf könnte die Rückkehr von Sven Hilgert verschaffen, der beim jüngsten 2:6 in Ossenberg schmerzlich im Angriff vermisst wurde. Im Lüttinger Lager wird um Viktor Brem gebangt, der in seinem ersten Spiel nach Rückkehr vom Xantener Fürstenberg schon frühzeitig ausgewechselt werden musste.

Zweimal gut mitgehalten und alles in die Waagschale geworfen, und zweimal 0:1 verloren – für den SV Budberg II blieben die letzten Auftritte in Alpen und beim Spitzenreiter in Sonsbeck ohne Erfolg. Heute reist der SV Scherpenberg II an. „Wenn wir wieder so couragiert wie zuletzt auftreten, können wir uns etwas ausrechnen“, sagt Ulf Deutz. Der Trainer des Tabellenletzten wird eine Änderung in der Defensive vornehmen, wo Tim Hausmann den Platz von Jens Wardemann einnehmen wird.

Komplettiert wird die Reihe der Nachholspiele am Donnerstg mit dem Duell von Viktoria Alpen beim FC Neukirchen-Vluyn. Gästetrainer Jörg Schütz zeigt im Vorfeld Respekt vor den Gastgebern, die sich mit drei Siegen nach der Winterpause aus dem gröbsten Abstiegsschlamassel befreit haben. „Der Gegner hat einen Lauf“, sagt Schütz, und Alpens Trainer hat derweil das Problem, dass seine Offensivkräfte Nils Speicher und Nico Goergen wegen Urlaubs wieder ersetzt werden müssen.

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