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Handball: Nach der Pause wird’s richtig schlimm

Handball : Nach der Pause wird’s richtig schlimm

Handball-Oberliga: Der SV Neukirchen kassierte in Mettmann eine bittere 29:41-Klatsche. Neuzugang Milosz Ostroga erzielte zwei Tore.

Die Oberliga-Handballer des SV Neukirchen haben in der laufenden Saison die erste richtige Abreibung einstecken müssen. Die Mannschaft um Trainer Christian Wetteborn blieb beim ambitionierten Spitzenclub Mettmann-Sport absolut chancenlos und musste sich mit einer satte 29:41 (15:18)-Klatsche auf den Heimweg machen.

Vorweg: Der SV Neukirchen hat gegen Ende der letzten Woche noch einmal kurzfristig auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Der Verein musste wegen des langfristigen Ausfalls von Spielmacher Thomas Pannen aufgrund einer schweren Knieverletzung reagieren, verpflichtete daher Milosz Ostroga. Er ist ein Rückraum-Allrounder, der in der abgelaufenen Saison mit der DJK Saarn in die Verbandsliga aufgestiegen war, zuletzt aber keinem Verein angehörte.

Trotz der Abfuhr: Neukirchen zeigte eigentlich ganz passable erste 30 Minuten. Im Angriff war Tempo in den Aktionen, die Spieler kreierten gar Torchancen. Aber bei der Umsetzung haperte es gewaltig. Die Gäste benötigten zu viele Möglichkeiten um ein Tor zu werfen. Neben Thomas Pannen, fehlte diesmal in Mettmann zudem Rechtsaußen Oliver Kaplanek aus privaten Gründen. Was allerdings ziemlich früh auffiel: Es klemmte vor allem in der Defensivabteilung.

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Beide Torhüter – Michael Biskup und Rico Burggraf – bekamen über die gesamte Spielzeit kaum Bälle an die Hände. Aber auch die Vorderleute waren in puncto nötiger Unterstützung alles andere als vorbildlich. Der Verband offenbarte immer wieder große Lücken, die Mettmann eiskalt ausnutzte. Neukirchen versuchte alles, agierte aus einer 6:0-Formation, einer verschobenen 4:2-Variante oder aus einer offensiven 3:3-Ausrichtung.

Richtig schlimm wurde es aber erst nach dem Seitenwechsel. Neukirchen kämpfte zwar, doch die Spieler bekamen herzlich wenig auf die „Kette“, hielten sich nicht an Absprachen. Die Umsetzung des Konzeptes war schlecht – die Trefferquote blieb miserabel. Mettmann machte mit diesem schwachen Gegner kurzen Prozess. „Wir haben wirklich nicht gut gespielt. Man kann sicherlich in Mettmann verlieren. Doch die Höhe der Schlappe allerdings ärgert mich doch schon sehr“, sagte ein enttäuschter Trainer Christian Wetteborn.

Tore: Peich (11), Behmer (8/2), Bartnik, Fietze (3), Krölls, Ostroga (je 2).

(MB)