Motocross-Fahrer Gianluca Ecca aus Alpen auf dem Eyller Berg vorne mit dabei

Mit der KTM Dritter und Zweiter : Gianluca Ecca untermauert am Eyller Berg Titel-Ambitionen

Der Motocross-Fahrer aus Alpen wurde in der 250-ccm-Junioren-Klasse Dritter und Zweiter. Der 22-Jährige führt die DM-Wertung an.

Das war ja mal eine richtig saubere Sache am Eyller Berg. Staubige Pisten müssen für Moto-Cross kräftig gewässert werden. Bei Regen ist das – im wahrsten Sinne des Wortes – überflüssig. Beides hat häufig ordentlich Matsche zur Folge. Doch in diesem Jahr, beim Spektakel am 1. Mai in Kamp-Lintfort, konnte auf zusätzliches Wasser eigentlich verzichtet werden. Das bedeutete für die Zuschauer, dass sie bei jedem Rennen die Startnummern und sogar die Farben der Rennanzüge erkennen konnten. Kurzum: Am Mittwoch ging es richtig bunt zur Sache.

Dieser Mann aus Down Under stand bei der Freestyle-Show gleich mehrfach Kopf: Pat Bowden aus Australien avancierte zum Publikumsliebling. Foto: FUNKE Foto Services/Oleksandr Voskresenskyi

Und für den Niederrhein auch noch erfolgreich. Zwar setzte sich im MX-Cup in der offenen Gästeklasse trotz niederrheinischer Übermacht Denis Platt aus Bottrop durch, doch als es auf den Solomaschinen um die Deutsche Junioren-Meisterschaft in der 250 Kubikzentimeter-Klasse ging, mischte der Alpener Gianluca Ecca auf seiner KTM vorne mit.

Gianluca Ecca aus Alpen ist weiter auf Titel-Kurs. Foto: FUNKE Foto Services/Oleksandr Voskresenskyi

Musste er sich im ersten von den beiden DM-Läufen noch auf Platz drei einreihen, landete er im zweiten Durchgang auf den zweiten Rang, vor dem Braunschweiger Nico Koch, einem seiner Konkurrenten um den nationalen Titel. Der Schwede Filip Olsson holte sich zwar den Tagessieg, auch weil Pit Rickert stürzte, doch im Kampf um die Deutsche Meisterschaft untermauerte Ecca seine Titelambitionen.

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Nach wie vor führt der 22-jährige Alpener die Gesamtwertung an. Auch Vincent Gallwitz aus Rheinberg, der ebenfalls für den MSC Grevenbroich unterwegs ist, mischte bei der DM vorne mit. In der Tageswertung schloss er auf dem sechsten Platz ab und liegt im Gesamtklassement auf Rang fünf.

Ärger handelte sich dagegen in der Seitenwagen-DM das prima platzierte tschechische Duo Petr Kolencik aus Blazim und Matej Hejhal aus Sedlany ein. Weil sie eine weiße Flagge mit rotem Kreuz – Arzt auf der Strecke, da darf niemand springen oder gar überholen – missachteten, wurden sie zehn Plätze nach hinten verlagert.

Zur Freude des in Kamp-Lintfort alt bekannten Niederländers Etienne Bax aus Bereijk mit dem Letten Kaspers Stupelis (Vecpiebalga) und dem Belgier Davy Sanders (Oudenburg) mit dem Finnen Lari Kunnas (Helsinki). Die beiden Gespanne lieferten sich spektakuläre Rennen auf der 1600 Meter langen und optimal präparierten Naturstrecke.

Bax schlüpft durchs Nadelöhr

Nutzte Etienne Bax im ersten Durchgang in der vorletzten Runde noch ein Nadelöhr, um Davy Sanders zu entkommen, musste er sich im zweiten Lauf mit Rang fünf zufrieden geben und Joachim und Philipp Reimann aus Neuenburg Platz zwei und das deutsch-schweizerische Duo Andreas Clohse und Marius Strauss auf Podestplatz drei vorbeiziehen lassen.

Und im Fahrerlager hätte in diesem Jahr beinahe ein feuchter Lappen gereicht, um die Fahrzeuge wieder auf Hochglanz zu bringen. Allerdings dann doch nur beinahe.

(zak)
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