Titelkämpfe in Brandenburg : Mit dem Bogen aufs DM-Treppchen

Rheinberger und Xantener Schützen haben sich für die Deutsche Meisterschaft in Schwedt/Oder qualifiziert. Petra Mumme reist als erfolgreiche Titelverteidigerin an.

50 Meter, 40 Meter, 30 Meter, 20 Meter. Vier Entfernungen, 144 Pfeile. Die besten nationalen Bogenschützen treffen sich am kommenden Wochenende in Brandenburg, um die neuen Deutschen Meister an der Scheibe zu ermitteln.

Auch Mitglieder des BSC Rheinberg, BSV Eversael und der Xantener Querschießer haben die Qualifikationszahlen geschossen. Veranstalter der Titelkämpfe für Bögen ohne Visier ist der Deutschen Bogensport-Verband, Ausrichter der SSV Schwedt/Oder. In vier Durchgängen mit je 36 Pfeilen werden die Sieger ermittelt.

Wie es ist, Deutsche Meisterin zu sein, kennt Petra Mumme nur allzu gut. Die Blankbogen-Schützin der Xantener Querschießer reist als Titelverteidigerin der weiblichen Ü50-Klasse nach Schwedt. Sie möchte ihren Vorjahreserfolg wiederholen.

„Klar kommt es immer auf die Tagesform an, aber auf dem Treppchen will ich auf jeden Fall stehen“, sagt die Sportlerin aus Ginderich. Im Training hat sie zuletzt vermehrt am Stand gearbeitet. Mit Coach Carsten Riedl sprach Mumme zudem über „Kleinigkeiten“, die womöglich im Wettkampf entscheidend sein können.

Vor einigen Wochen war die Blankbogen-Schützin bei der DM des anderen großen Verbands in Berlin am Start. „Diese Meisterschaft ist aber für mich wichtiger. Da kann ich mehr erreichen – auch weil es verschiedene Altersklassen gibt.“ Um die 1150 Ringe, so schätzt sie, muss die Gindericherin schießen, um ganz weit vorne zu landen.

Der BSC Rheinberg ist mit zwei Jagdbogen-Schützen vertreten. Neben Iris Wabersich und Dirk Kreutzmann hatten zwei weitere Mitglieder das Ticket gelöst.

Doch Julia Schreinermacher sowie Jonas Bechaus werden nicht antreten. Wabersich hat „nochmals bei Wind trainiert“. Der 59-Jährige aus Alpsray würde sich über ein Treppchenplatz freuen. „Allerdings ist die Konkurrenz stärker geworden.“

Vereinskollege Kreutzmann (Ü45), der wie Wabersich Landesmeister wurde, möchte sich ebenfalls auf einen Medaillenrang schießen. Der Rheinberger muss dafür wohl auf um die 1200 Ringe kommen. „Für uns beide ist aber schon die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft sehr gut“, meint Wabersich.

Melanie Eimer (Ü40) packt ihren Blankbogen ein. Die Vorbereitung sei aber nicht ganz so gut gewesen, wie die Schützin des BSV Eversael sagt. „Die Zeit hat gefehlt. Aber ich weiß, was ich kann.“ Die 44-Jährige strebt einen Platz im „oberen Drittel“ an. 1100 Ringe will sie mindestens erzielen.

Vom BSV hat sich auch Kirsten Kulms qualifiziert. Sie steht wie Eimer in der Ü40-Wertung vor den Scheiben.