Lokalsport: Marcel Bernsee reißt im Schlussblock das Ruder herum

Lokalsport : Marcel Bernsee reißt im Schlussblock das Ruder herum

Die Sportkegler Kamp-Lintfort sicherten sich im ersten Aufstiegs-Play-off-Spiel in Salzgitter hinter den Gastgebern drei Punkte. In einem über die gesamte Zeit engen, aber nicht hochklassigen Spiel rutschten die Klosterstädter erst in der Schlussphase zum ersten Mal auf den wichtigen zweiten Rang. So dürfen sie weiter den Traum vom Aufstieg in die Bundesliga träumen.

Im ersten von sechs Blöcken sah noch alles sehr vielversprechend aus. Mike Mertsch - vor zwei Wochen bester Mann beim Gastspiel in Salzgitter - hatte einige Probleme mit den glatten Bahnen. Nach wechselhaftem Spiel kam er mit guten 843 Holz und 15 Tagespunkten vom Gehölz. Da Favorit und Ligagewinner Gelsenkirchen einen ganz schlechten Start erwischte, bedeutete das einen knappen Rückstand auf Kassel und Salzgitter, aber 90 Holz Vorsprung auf Gelsenkirchen.

Im zweiten Block sollte es Joachim Bremer richten, der von seinem Fingeranbruch wieder genesen war. Er agierte jedoch unsicher und leistete sich einige Bauernfehler, was nach 120 Würfen magere 790 Holz und 7 Punkte bedeutete. Das Feld rückte wieder etwas zusammen, da Gelsenkirchen im zweiten und dritten Block Bestmarken spielte. Plötzlich fanden sich die Lintforter auf dem vierten Rang wieder. Das passierte, weil auch Henk Lardenoije keinen "Sahnetag" erwischt hatte und erst gegen Ende eine gute Einstellung zu den Bahnen fand. Schließlich standen passable 816 Holz und zwäölf Punkte zu Buche. Dirk Schlagregen sollte das gute Ergebnis vom Ligenspiel nur bestätigen. Vor zwei Wochen waren es über 820 Holz. Im Play-ff, bei dem es Mann gegen Mann geht, konnte er diese gute Leistung aber nicht bestätigen und kam mit schlechten 785 Holz und drei Punkten von den Holzbahnen. Als vorletzter Spieler sollte Sascha Batsch die Grundlage für die Aufholjagd setzen, was ihm auch eindrucksvoll gelang. Er holte mit 836 Holz und 13 Punkten mächtig auf Kassel und Salzgitter auf.

Marcel Bernsee, der in diesem Jahr wahrlich keine gute Saison hatte, kam im Schlussblock von der ersten Kugel an gut ins Spiel und konnte Kassel schon nach der ersten Bahn distanzieren. In der Folge rückte er mit seinem Team immer näher an die Gelsenkirchner heran. Nach 60 von 120 Würfen betrug der Rückstand nur noch acht Holz. Diese egalisierte Bernsee auf der dritten Bahn und hatte auf der letzten Räumgasse das Glück, gleich fünf Kränze zu werfen, womit er seinem Gegner keine Chance mehr gab, die Lintforter noch vom zweiten Rang zu verdrängen. Am Ende erreichte Bernsee mit ausgezeichneten 866/22 die drittbeste Zahl des Tages.

Am kommenden Samstag treten alle vier Mannschaften zum zweiten Play-off-Spiel bei den SK Kamp-Lintfort in der Kegelsporthalle an der Moerserstraße (Schulzentrum) an. Der Eintritt für Zuschauer ist frei.

(RPN)
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