Lüttingen spielt sich in den Kreis der Aufstiegsanwärter

Fußball-Kreisliga A : Lüttingen spielt sich in den Kreis der Aufstiegsanwärter

Der SSV könnte am Sonntag auf Rang eins klettern. Der Spieltag beginnt am Freitag mit der Partie Ossenberg gegen Scherpenberg II.

Den A-Liga-Fußballern aus Lüttingen bietet sich am Sonntag die Gelegenheit, erstmals in dieser Saison die Tabellenspitze zu übernehmen. Dafür müssten die Teams aus Xanten und Hohenbudberg Federn lassen.

Zwei Heimspiele absolvierte Concordia Ossenberg auf der Asche im Emil-Underberg-Stadion, zweimal hagelte es zu viele Gegentreffer. Elf Tore musste das Team hinnehmen. Nach der 2:6-Niederlage bei der „Wasserschlacht“ gegen den MSV Moers erwartet Mirco Dietrich am Freitag eine Reaktion im Flutlichtspiel gegen den SV Scherpenberg II. „Hoffentlich sieht der Platz besser aus“, sagt der Coach. Dietrich muss definitiv ohne Patrick Utech auskommen. Hinter dem Einsatz von Patrick Neumann steht noch ein Fragezeichen.

Thomas Dörrer hatte sich nach der ersten von zwei Absagen des Spitzenspiels in Alpen auf den Weg nach Rheinberg gemacht, um sich die Begegnung in Ossenberg anzuschauen. Dabei hat der Coach des TuS Xanten viele Stärken wie die „unheimliche Wucht nach vorne“, aber auch einige Schwachstellen im Spiel des Vierten MSV Moers gesehen. Für die Domstädter sind die kommenden Wochen gegen die direkte Konkurrenz dahingehend richtungsweisend, „dass man weiß, wo man steht“, so Dörrer über die bevorstehende Standortbestimmung. Der Charakter in der Mannschaft stimme, die Brust sei nach wie vor breit. „Jetzt wollen wir uns beweisen“, freut sich der 51-Jährige auf das nächste Spitzenspiel.

Viktoria Alpen muss beim Zweiten ESV Hohenbudberg ran. „Wir wollen da oben weiter mitmischen. Die Mannschaft ist im Moment gut genug, um jeden schlagen zu können“, sagt Coach Jörg Schütz über seine Team. Jetzt gilt es, sich zu pushen, um sich anders als im letzten Topspiel gegen den MSV Moers (1:1) mit drei Punkten wieder ganz oben heranzuschieben.

Nicht erst seit dem 4:1-Sieg in Borth unter der Woche steht fest: Der SSV Lüttingen hat sich endgültig in den Kreis der ernstzunehmenden Aufstiegsanwärter gespielt. Gegen eine „groß gewachsene Truppe“ des FC Rumeln-Kaldenhausen will Stefan Kuban auf flaches Kombinationsspiel setzen. Mit dem Dienstag-Spiel in den Knochen wird’s allerdings doppelt schwer für die Fischerdörfler, auch wenn keine Ausfälle zu beklagen sind.

Von ganz oben geht der Blick beim SV Orsoy ganz tief nach unten. Um den Abstand zum rettenden Ufer zu verkürzen, steht das Schlusslicht beim Rumelner TV die nächste wichtige Begegnung bevor. „Rumeln ist der Favorit“, sagt Team-Manager Mark Kolanczyk, auch wenn die Duisburger „nur“ acht Zähler Vorsprung auf die Orsoyer haben. Die Personaldecke allerdings bleibt dünn. Routinier Björn Wenzel kehrt zurück. Erkan Ayna und Julien Schulik (beide verletzt) und Felix Hochstein (Sperre) fehlen. Die Einsätze von Stephan Barth und Mathias Muczk sind fraglich.

Etwas entspannter ist die Lage beim SV Millingen. Die Punkteteilung gegen Ossenberg soll dem Team von Nisfad Grgic am Sonntag noch Auftrieb geben. Der Coach bewertet den VfL Repelen II als einen „abgeklärten Gegner, der auf den Schlüsselpositionen mit erfahrenen Spielern besetzt sei. Grgic hatte die Moerser am vergangenen Sonntag beim 4:1 über Orsoy beobachtet. Luca Christmann wird nicht dabei sein.

Seit nun mehr bereits sechs Wochen wartet der TuS Borth auf einen Punkt. Vor dem Abstiegskrimi bei der SpVgg Rheurdt-Schaephuysen findet Frank Misch deutliche Worte: „Beim Abschlusstraining werde ich nur grätschen lassen. Wer bereit ist, sich blutige Knie zu holen, spielt am Sonntag.“ Vieles falsch gemacht habe seine Mannschaft in den vergangenen Wochen allerdings nicht. So langsam aber sicher muss sich der TuS belohnen, um zu sehen, wo die Reise als Aufsteiger hingeht.