Lüttingen/Menzelen: Kreispokal, zweite Runde

Fussball : Lüttingen auf der Suche nach der Form

Fußball-Kreispokal: Heute Abend um 19.30 Uhr erwartet der SSV den TV Asberg zum Zweitrunden-Pokalspiel. Coach Denis Krupic erwartet eine Leistungssteigerung seines Teams. SV Menzelen hat den favorisierten GSV Moers zu Gast.

Man sieht sich ja im Leben mitunter zweimal. Dass das dann aber schon nach drei Tagen sein muss, ist eine Geschichte, die in diesem Fall dem Fußball zuzuschreiben ist. Noch am Sonntag standen sich der SSV Lüttingen und der TV Asberg im gemeinsamen Ringen um Meisterschaftspunkte in der Kreisliga A gegenüber – die Partie auf der Asberger Anlage endete mit einem knappen 2:1-Erfolg für die Gäste aus Lüttingen. Bereits heute gibt es das Wiedersehen, denn um 19.30 Uhr, diesmal im Stadion der Fischerdörfler, wird das Kreis-Pokalspiel der zweiten Runde zwischen beiden Teams angepfiffen.

Wer schon auf des Gegners Platz triumphiert, der sollte daheim doch leichtes Spiel haben. „Alles andere als das“, findet Denis Krupic einen Haken im vorschnellen Leichtsinn der Gedanken. Ein richtig tolles Auftreten, mit Dominanz auf dem Platz und Leichtfertigkeit am Ball, war das nämlich keinesfalls, was die rotgewandeten Akteure des Lüttinger Co-Trainers vor drei Tagen zu Werke brachten. Dass es dennoch zum Sieg langte, mag auch dem Umstand geschuldet gewesen sein, dass Asbergs Kicker ebenfalls ganz weit von einem Sahnetag entfernt waren. Eine Garantie für einen sorgenfreien Pokalabend hat das Meisterschaftsspiel dem SSV jedenfalls nicht geliefert. Zumal Krupic durchaus geneigt ist, seine Auswahl einer Wechselkur zu unterziehen. Mindere Leistungen ziehen gerne Veränderungen nach sich – dies zum einen. Und ein Pokalspiel ist – zum anderen – nun auch eine geeignete Gelegenheit, dem einen Akteur ein Päuschen vom Spielbetrieb und dem anderen stattdessen zu vermehrter Bewegung unter Wettkampfbedingungen zu verhelfen. Sprich: Krupic wird beim gestrigen Training genau beobachtet haben, ob eine Position neu besetzt werden kann und wer sich dafür aufdrängt. „Wir werden keinesfalls mit einer B-Elf auflaufen, aber wir haben einen großen Kader mit gleichwertigen Spielern, da bieten sich schon einige Möglichkeiten an“, sagt der Übungsleiter, ohne seine Ideen bereits mit Namen zu schmücken.

Ein Name auf der Gegenseite ist dagegen umso interessanter. Kai Möller, vor seinem Wechsel zu Borussia Veen und in diesem Sommer zum TV Asberg, hat drei Jahre lang das Trikot des SSV getragen. Am Sonntag fehlte der erfolgreiche Stürmer wegen Nackenschmerzen – diesmal wär‘s doch eine feine Sache, könnte er an alter Wirkungsstätte wieder mitwirken.

Zur gleichen Zeit wird auch auf dem Kunstrasen des SV Menzelen zum Pokalabend gebeten. Kreispokal und der SVM – das waren in den vergangenen Jahren zumeist keine langwierigen Geschichten. Für den zwischendurch auch in die unterste Liga abgerutschten und derzeit in der Kreisliga B auf dem vorletzten Rang stehenden Club aber waren es oft genug „Spiele des Jahres“, die das frühe Ausscheiden bedeuten. Mal ging‘s nach Homberg, mal reiste der Nachbar aus Sonsbeck an – wie im letzten Jahr, als der SVM mit 0:10 unterlag. Auch diesmal schaut mit dem GSV Moers ein namhafter Landesligist vorbei. Dass es nicht unbedingt zweistellig sein muss, hat das Menzelener Team im besten Pokaljahr seiner Geschichte bewiesen – was allerdings dann doch schon einige Spielzeiten zurück liegt. 1990 schockte der damals ebenfalls in der B-Liga spielende Club gleich drei Teams, darunter auch Fichte Lintfort, und spielte sich bis in die vierte Pokalrunde vor. Dem Landesligisten SV Lintfort wurde ein 0:0 abgetrotzt, ehe das fällige Elfmeterschießen dann doch für den hohen Favoriten und gegen den mehr als achtbar kämpfenden Außenseiter sprach.

Menzelens derzeitiger Trainer Daniel Langefeld, der in der Meisterschaft immer noch auf den ersten Sieg seines Teams warten muss, wird an den entscheidenden Aspekt des Abends erinnern: Im Pokal werden manchmal Helden geboren.

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