LG Alpen läuft schnell Marathon in Kevelaer

In Kevelaer ganz vorne: LG Alpen schnellstes Marathon-Team

Drei Freunde der Leichtathletk-Gemeinschaft gehörten beim Kult-Lauf in Kevelaer zu den Siegern.

Vier Mitglieder der LG Alpen sind beim Kevelaer-Marathon in die Saison gestartet – und drei haben sogleich ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Das Trio gewann die Team-Wertung der 17. Auflage. 8:52:35 Stunden waren Christoph Schulte-Werflinghoff (2:57:25), Sascha Hubbert (2:57:24) und Marc-André Ocklenburg (2:57:38) in Summe auf dem Rundkurs unterwegs.

Das LG-Quartett, dem noch Fernando Concha (2:57:40) angehörte, hatte die komplette Distanz im Verbund absolviert. Auf der langen Geraden der Runde, als der Wind trotz insgesamt sehr guter Wetterbedingungen bisweilen entgegenschlug, wechselten sich die vier im Windschatten ab. „Unter Freunden im Team zu laufen, hat uns sehr gepusht. Wir hatten viel Spaß und werden im nächsten Jahr bestimmt wieder teilnehmen. Der Marathon in Kevelaer ist ein Kult-Lauf geworden“, sagte Schulte-Werflinghoff.

Alexander Panknin vom Triathlon Team Rheinberg hatte sich der Alpener Gruppe angeschlossen und in persönlicher Bestzeit von 2:57 Stunden gefinisht. „Ohne die Unterstützung der LG-ler hätte ich das nicht durchgezogen“, meinte er.

Im Blickpunkt auf Kevelaers Straßen stand auch eine junge Langläuferin aus Düsseldorf. Am Morgen vor dem Rennen hatte sich Dioni Gorla allerdings noch nicht vorstellen können, dass sie wenige Stunden später den Kevelaer-Marathon gewinnen würde. Bauchschmerzen plagten die 21-Jährige, „viel zu spät“ sei sie erst aufgestanden. Dennoch entschloss sich Gorla, nach Kevelaer aufzubrechen.

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Eine weise Entscheidung: An der Startlinie in Twisteden angelangt, hatten sich die morgendlichen Beschwerden erledigt. Gorla zog der Konkurrenz davon und überquerte nach 2:53:20 Stunden als erste Teilnehmerin die Ziellinie. Nicht nur das – sie brach auch den Streckenrekord der Frauen aus 2016 (Eva Offermann, 2:57:59). Gebrochen wurde auch der Streckenrekord der Männer aus 2018: Nikki Johnstone (LAZ Puma Rhein-Sieg), der Lebenspartner von Gorla, hatte seine bis dahin in Twisteden ungeschlagene Zeit von 2:31:53 nochmal merklich verbessern können.

Als erster Teilnehmer in der 17-jährigen Geschichte des Kevelaer-Marathons blieb er unter der 2:30-Marke, sicherte sich mit 2:24:18 souverän den Gesamtsieg. „Er ist ein Phänomen“, stellte Moderator und Kommentator Laurenz Thissen begeistert fest.

Wie seine Partnerin, konnte sich Johnstone zudem über eine neue persönliche Bestzeit freuen: „Unterwegs habe ich mich gut gefühlt – ich dachte mir schon, dass der Streckenrekord vielleicht fallen könnte. Aber diese Zeit hätte ich mir nicht erträumt.“ Rekordverdächtig war bei der 17. Auflage des Marathons auch die Teilnehmerzahl. 377 Starter im Einzel und 39 Staffeln mit gut 200 Läufern zählte Angelika Mölders, die 1. Vorsitzende des Veranstalters LLG Laufsport Kevelaer.

(hel/put)
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