SONSBECK : „Bin nicht der feine Techniker, gehe aber motivierend voran“

Dem 26-jährigen Neuzugang des SV Sonsbeck eilt der Ruf eines Führungsspielers voraus. Er ist fürs zentrale Mittelfeld vorgesehen.

Der SV Sonsbeck hat mit Lewis Brempong nicht nur den Kapitän des VfL Repelen verpflichtet, sondern mit ihm einen echten Leader hinzubekommen. Der 26-jährige Mittelfeldakteur, der heute mit dem Fußball-Landesligisten beim Turnier in Vynen spielt, war in den vergangenen sechs Jahren eine festen Größe beim Moerser Club. Er bestritt in seinen vier Landesliga-Spielzeiten 102 Partien und erzielte neun Tore. Der gebürtige Moerser, der in Rheinhausen-Bergheim wohnt, gehört zu den Kämpfertypen.

Herr Brempong, wie kam’s zum Wechsel zum SV Sonsbeck?

Lewis Brempong Den ersten Kontakt gab’s im Sommer 2017. Damals hatten mich Günter Abel und Guido Lohmann (ehemaliger Trainer und Sportlicher Leiter, die. Red.) kontaktiert. Für einen Wechsel im Sommer war’s allerdings zu spät. Ab da konnte ich mich aber schon mit dem SV Sonsbeck und einen möglichen Wechsel auseinandersetzen. Als in der Hinrunde Thomas von Kuczkowski das Traineramt übernahm und Lohmann zurücktrat, war die Sache erstmal vom Tisch. Unabhängig davon hatte Thomas mir zum Ende der Hinrunde auch geschrieben und großes Interesse gezeigt. Nach mehreren Nachrichten, Telefonaten und einem Treffen gab ich Mitte Januar meine Zusage. Nach so langer Zeit in Repelen fiel mir der Wechsel aber doch schwer.

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Welche Ziele verfolgen Sie mit dem SV Sonsbeck?

Brempong Ich möchte guten Fußball spielen und auch erfolgreich sein. Eine positive Entwicklung von Mannschaft und Verein wäre wünschenswert, um eine wichtige Rolle in der Landesliga zu spielen. Nach sechs Jahren in Repelen können gerne mehrere Jahre in Sonsbeck folgen.

Wo waren bislang Ihre sportlichen Stationen?

Brempong Ich bin bei RW Moers gestartet und habe ab der D-Jugend beim VfB Homberg gespielt. 2012 ging’s zum VfL Repelen. Im ersten Senioren-Jahr habe ich in Homberg auch in der NRW-Liga gespielt – damals unter Günter Abel. In Repelen hatte ich meine erfolgreichste Zeit, weil wir von der Kreisliga A bis in die Landesliga aufgestiegen sind. Das Highlight war sicherlich das Aufstiegsspiel zur Landesliga gegen Oberlohberg vor über 1000 Zuschauern.

Auf welcher Position fühlen Sie sich am Wohlsten und kommen die persönlichen Stärken am Besten zur Geltung?

Brempong In der Zentrale, je nach Spielsystem auf der Doppel-Sechs oder Acht.

Welcher Typ von Fußballer sind Sie?

Brempong Eher nicht der feine Techniker. Ich bin Lauf- und Zweikampfstark, präsent, motivierend und gehe voran.

Von welchem Trainer haben Sie am meisten gelernt?

Brempong Es ist schwierig, einzelne Personen hervorzuheben. In meinem ersten Senioren-Jahr in Homberg habe ich viel über mentale Einstellung und körperliche Robustheit gelernt. In Repelen habe ich mich charakterlich und fußballerisch enorm entwickelt. Da hatte jeder, mit dem ich gespielt habe, seinen Anteil wie auch Sascha Weyen, der mein längster Trainer war.

Was machen Sie privat und beruflich, wenn Sie nicht auf dem Sportplatz stehen?

Brempong Ich arbeite als Kaufmann im Innen- und Außendienst im Industriebereich. In der Freizeit gehe ich gerne gemütlich was essen oder koche auch mal.