Leurs möchte in Sonsbeck Führungsspieler sein

Fußball-Landesliga : Leurs möchte Führungsspieler sein

Der 25-Jährige trifft am Sonntag mit dem SV Sonsbeck auf den TSV Meerbusch II. Er trägt das Trikot der Rot-Weißen in der fünften Saison.

Trotz klarer Überlegenheit und deutlichem Chancenplus war für die Landesliga-Fußballer des SV Sonsbeck im Heimspiel gegen den VfL Rhede nur ein Punkt herausgesprungen. Es gab zwei Strafstöße für die Hausherren, beide hatte Sebastian Leurs herausgeholt. Der 25-Jährige gehörte auf der linken Außenbahn zu den auffälligsten Spielern der Rot-Weißen. Am Sonntag’s heißt der Gegner Meerbusch II.

Leurs ist auf dem besten Weg zu alter Stärke. Seit Januar klagt er über eine Leistenbandentzündung. „Ich bin noch nicht komplett schmerzfrei“, sagt der Spieler, dessen Karriere beim SV Issum anfing. Als B-Junior wechselte der Linksfuß zum 1. FC Kleve, nur ein Jahr darauf zum SV Straelen. Fünf Spielzeiten blieb er dort. Dann ging’s zum SV Sonsbeck, wo Leurs sich in der fünften Saison befindet.

Wechselgedanken hat er nicht. „Ich habe mich noch nie in einem Verein so wohl gefühlt wie beim SV Sonsbeck. Es ist sozusagen mein Heimatverein geworden. Hier ist alles sehr familiär. Für so einen kleinen Ort ist es sensationell, was hier auf die Beine gestellt wird. Die Platzanlage ist top“, schwärmt Leurs.

Der gelernte Bankkaufmann, der sich beruflich mittlerweile umorientiert hat und bei der Polizei eine Ausbildung zum Kommissaranwärter macht, hofft auf einen baldigen Aufstieg. „Die Oberliga ist noch ein Ziel von mir – und natürlich würde ich das gerne mit dem SV Sonsbeck erreichen. Wir haben ein junges Team mit viel Potential“, so Leurs, der seine Mannschaft im Sommer in den Top 5 sieht. „Wir stehen unter Wert auf Platz neun. Wir haben leider zu viele Punkte liegen gelassen.“

Der gebürtige Issumer sieht seine Stärken in der Schnelligkeit, Dynamik und „einer guten Technik“. Er möchte noch seinen Torabschluss verbessern. Am liebsten spielt Leurs auf der linken Offensivseite, stellt sich aber in den Dienst der Mannschaft. „Ich spiele dort, wo der Trainer mich aufstellt.“ Nach dem Umbruch möchte er eine Führungsrolle einnehmen. „Ich glaube, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, wo ich mehr Verantwortung übernehmen muss.“

Die Partie am Sonntag gegen den TSV Meerbusch II – Anstoß im Sportpark ist um 14.15 Uhr – möchte Leurs mit einem „Dreier“ beenden. Schließlich ist es die letzte Begegnung in 2019 vor heimischen Zuschauern. „Ich sehe beide Teams auf dem gleichen Niveau. Meerbusch steht nur einen Punkt vor uns. Wir sollten unsere Chancen besser nutzen.“

„Wir möchten uns die zwei verlorenen Punkte aus der Vorwoche zurückholen“, sagt Trainer Heinrich Losing, der Leurs lobt. „Sebastian ist zwar noch nicht bei hundert Prozent, aber er hat es als Linksverteidiger bärenstark gemacht und offensiv viele Impulse gesetzt.“