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Leichtathletik: Rahel Brömmel aus Sonsbeck holt Bronze bei U20-DM

Leichtathletik : Rahel Brömmel holt Bronze bei U20-DM

In Rostock läuft die ehemalige Athletin des SV Sonsbeck über 1500 Meter zudem eine neue persönliche Bestzeit. Pech hingegen hat die Xantenerin Franziska Schuster, die wegen einer Coronaerkrankung im Hürdensprint passen muss.

Lange hatte Rahel Brömmel überlegt, ob sie bei der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft der U20 in Rostock über die 3000 Meter oder über die 1500 Meter an den Start gehen sollte. Sie entschied sich für die letztere Distanz, weil „ich mir dort bessere Chancen ausgerechnet und mich mit dieser Strecke auch wohler gefühlt habe“. Es war die richtige Entscheidung für die ehemalige Athletin des SV Sonsbeck, die mittlerweile für die LG Olympia Dortmund startet. 

Denn Brömmel lief nicht nur auf den dritten Rang und holte sich damit die Bronzemedaille. Sie stellte in 4:22,96 Minuten auch eine neue persönliche Bestzeit auf. „Ich bin wirklich sehr zufrieden. Immerhin hatte ich im Vorfeld nur die fünftbeste Zeit der teilnehmenden Läuferinnen“, sagte sie. Die Taktik, die sich Rahel Brömmel gemeinsam mit ihrem Trainer vor dem Rennen zurechtgelegt hatte, ging letztlich voll auf. „Ich wollte mich in den vorderen Positionen aufhalten, möglichst innen laufen und dann versuchen, auf den letzten 300 Metern mitzugehen“, so Brömmel.

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Dies gelang weitestgehend, auch wenn sie in der letzten Runde dem Tempo der Deutschen Meisterin Fabiane Meyer (Epe, 4:18,69 Minuten) sowie der Zweitplatzierten Lisa Hausdorf (Hamburg, 4:19,89 Minuten) nicht mehr folgen konnte. Die Medaille war für die 19-Jährige allerdings nicht gefährdet, zu groß war der Abstand zum vierten Platz. Bevor Rahel Brömmel „ein wenig die Beine hochlegen“ wird, will sie am Samstag abermals an den Start gehen und bei einem 1500 Meter-Rennen in Belgien noch einmal eine gute Zeit laufen.

 Positiv auf das Coronavirus getestet: Franziska Schuster.
Positiv auf das Coronavirus getestet: Franziska Schuster. Foto: Wolfgang Birkenstock

Auch Franziska Schuster wollte bei der U20-DM dabei sein. Doch es kam anders für die Hürdensprinterin des TSV Bayer 04 Leverkusen, die ihre Laufbahn beim TuS Xanten begonnen hatte. Denn am Montag vor den Titelkämpfen wurde sie bei einem PCR-Test positiv auf das Coronavirus getestet. Eine Woche Quarantäne und damit das Aus für die DM waren die Folge. So ärgerlich dies für Franziska Schuster auch war, sie hätte sich sicherlich noch wesentlich mehr geärgert, wenn der Deutsche Leichtathletikverband sich nicht dazu entschieden hätte, keine Mannschaft zur U20-Weltmeisterschaft in Nairobi zu entsenden. Denn Schuster wollte in Rostock eigentlich das nachholen, was ihr bei der U20-EM in Tallinn nur ganz knapp misslungen war – nämlich sich für die WM zu qualifizieren.

„Ärgerlich ist es trotzdem. Aber zum Glück bin ich weitestgehend symptomfrei und werde mich jetzt erst einmal erholen“, sagt Schuster, die den Blick schon auf die neue Saison richtet, wenn sie dann in der Altersklasse U23 an den Start geht. „Es hätten jetzt eh keine Höhepunkte mehr auf dem Programm gestanden, da ist die Motivation nicht mehr sonderlich hoch. Sobald ich wieder fit bin, beginne ich mit leichtem Aufbautraining“, so Schuster pragmatisch.