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Landesligist SV Sonsbeck strebt Heimsieg gegen VfR Fischeln an.

Fußball : Selbstbewusster SVS möchte nachlegen

Der Landesligist ist auf eigener Anlage eine Macht. Das will die Mannschaft auch in der morgigen Partie gegen den VfR Krefeld-Fischeln unter Beweis stellen. Unterschätzen will der SVS den Abstiegskandidaten aber nicht.

Fußball-Landesligist SV Sonsbeck erwartet morgen um 15 Uhr im Willy-Lemkens-Sportpark den VfR Fischeln. Mit dem 2:0 Erfolg gegen den Tabellenvierten SC Kapellen-Erft hat der SVS wieder einmal seine Heimstärke unter Beweis gestellt und will dies auch gegen die abstiegsbedrohten Gäste tun. Jedoch warnt SVS-Trainer Heinrich Losing vor Überheblichkeit: „Für mich steht Fischeln überraschend so weit unten. Sie haben mit Michael Enger, Robin Fuhrmann und auch David Maschnik gute Spieler in ihren Reihen. Wir wissen aber auch um ihre Schwachpunkte“, meinte Losing.

Fischeln weist mit 48 Gegentreffern die drittschlechteste Defensive der Liga auf. „Wir wollen hinten wieder kompakt stehen und vorne unsere Chancen konsequent nutzen. Gegen Kapellen haben die Jungs es sehr gut gemacht“, so Losing, der erneut ein paar Ausfälle zu beklagen hat. Felix Terlinden (Knieprobleme) und Luis Ramon Gizinski (Grippe) werden weiter fehlen. Bei Alexander Maas besteht Hoffnung, dass er rechtzeitig fit wird. Die Einsätze von Jan-Luca Geurtz (Adduktorenprobleme) und Jannis Pütz (Oberschenkelzerrung) sind noch fraglich.

Tobias Meier wird mit einem doppelten Mittelhandbruch, den er sich unter der Woche im Training zuzog, für mehrere Wochen ausfallen. Auf der Position des Rechtsverteidigers könnten ihn Timo Evertz, Johannes Keisers oder Eren Canpolat ersetzen. „Im Moment ist unsere Ersatzbank echt überschaubar. Aber das kriegen wir hin. Wir müssen jetzt enger zusammenrücken“, so der Sonsbecker Coach.

Einer, der Dauerbrenner im zentralen Mittelfeld ist Luca Terfloth. Der 22-jährige stand in allen 21 Ligaspielen auf dem Platz und genießt in Sonsbeck großes Vertrauen. Terfloth spielt seine vierte Saison im Trikot des SVS und hat bereits 85 Landesligapartien auf dem Buckel. Wenn es nach ihm geht, dürfen es ruhig noch mehr Spiele werden. „Ich habe vom Verein und den Trainern das Vertrauen bekommen, welches man als junger Spieler benötigt. Auch deshalb habe ich schon frühzeitig für die kommende Saison zugesagt. Der Trainer macht sehr gute Arbeit. Er verbessert jeden einzelnen Spieler. Das Gesamtpaket passt beim SV Sonsbeck“, sagt der gelernte Industriekaufmann.

Neben seinem Job und dem Fußball macht Terfloth derzeit noch ein duales Studium im Bereich Management und Digitalisierung. Von drei Spielern hat der zweikampfstarke Akteur, der in seiner Spielweise ein wenig an Nationalspieler Joshua Kimmich erinnert, in Sonsbeck am meisten gelernt. „Tim Weichelt ist immer ehrgeizig und eine absolute Führungsfigur, von dem ich mir viel abgeschaut habe. Aber auch von Stefan Schneider und Dennis Schmitz habe ich einiges lernen können.“

Ein besonderer Höhepunkt, der Terfloth in Erinnerung geblieben ist, war das A-Jugend-Halbfinale im Niederrheinpokal. Im Januar 2015 wechselte der gebürtige Menzelner vom VfL Repelen zum SVS und stand am 3. Juni 2015 mit der A-Jugend gegen den Bundesligisten Fortuna Düsseldorf auf dem Platz. Nach einem tollen Fight und einem 2:2 nach Verlängerung unterlagen die Sonsbecker erst im Elfmeterschießen mit 6:7. Terfloth, der damals unter anderem gegen die heutigen Profis Emanuel Iyoha  (Holstein Kiel), Tim Wiesner (Fortuna Düsseldorf) und Anderson Lucoqui (Arminia Bielefeld) spielte, glänzte als Torschütze zum 2:2 und traf auch vom Elfmeterpunkt.

Mit Johannes und Klaus Keisers spielt Terfloth übrigens mit seinen Cousins in einer Mannschaft. Auf die Frage, ob er auch gerne mal mit seinem Bruder Mike (1. FC Kleve) zusammen spielen möchte, sagt er: „Das wäre natürlich schön. Aber ehrlich gesagt, haben wir noch nie darüber gesprochen.“ Zum kommenden Gegner hat er auch eine klare Meinung: „Fischeln ist auf jeden Fall eine junge Mannschaft mit guten Fußballern, die wir nicht unterschätzen dürfen. Das Hinspiel war mit 2:1 schon ein enges Spiel und ich glaube, wir müssen morgen wieder alles reinhauen, um die drei Punkte zu holen.“