Lokalsport: Kuban soll's in Lüttingen richten

Lokalsport : Kuban soll's in Lüttingen richten

Fußball-Kreisliga A: Der "Ruheständler" springt bei den Fischerdörflern ein, weil Trainer Denis Krupic nach einem Achillessehnenriss ausfällt. Nach dem 0:1 in Rheurdt lautet seine Aufgabe, den SSV vor dem Abstieg zu bewahren.

Für den SSV Lüttingen könnte es im Abstiegskampf noch einmal ganz eng werden. Nach dem 0:1 (0:0) bei der SpVgg. Rheurdt-Schaephuysen, der dritten Niederlage in Folge, sind die Fischerdörfler endgültig im Club jener Teams angekommen, die um den Klassenverbleib bangen müssen. Obendrauf muss die Mannschaft jetzt auch noch auf ihren angestammten Trainer verzichten. Denis Krupic muss seine Arbeit an der Seitenlinie einstellen, da ihm nach einem Riss der Achillessehne eine Operation droht. In den verbleibenden drei Begegnungen wird Stefan Kuban, nach seiner Arbeit beim SV Sonsbeck II im Ruhestand, vertreten, ehe Krupic mit frischen Kräften im Sommer wieder seinen Job aufnimmt.

Unterhalb der Rheurdter Mühle boten beide Mannschaften ein ausgeglichenes Spiel, in dem Janik Schweers nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit die große Chance zur SSV-Führung vergab. Sein Kopfball sprang vom Innenpfosten ins Feld zurück. Fast im Gegenzug gelang der Spielvereinigung der entscheidende Treffer.

Der TuS Xanten verabschiedet sich erhobenen Hauptes aus der A-Liga. Gegen den in den vergangenen Wochen kaum zu bremsenden Rumelner TV gelang dem Absteiger ein 4:2 (1:0)-Erfolg, bei dem Dion Rückbeil und Sebastian Kaczmarek als jeweils doppelte Torschützen auftraten. Rückbeil setzte das Starsiganl schon in der elften Minute, ehe die Gäste ausglichen. Dann war Kaczmarek dran, dessen Führungstreffer aber auch nur wenige Minuten Bestand hatte. In den Schlussminuten führte das Duo den TuS aber noch zum Sieg und nährte einmal mehr die Frage, warum die Mannschaft sich mit ihren offensichtlichen Möglichkeiten eigentlich in diese fatale Tabellensituation hat bringen können.

Zu einem sonnigen Betriebsausflug geriet der Auftritt des Zweiten SV Sonsbeck II bei Schlusslicht TuS Asterlagen. Die Gäste sorgten früh für klare Verhältnisse und fuhren letztlich mit einem 10:2 (4:0) im Gepäck heim. Keine aufregende Geschichte sei es gewesen, wie Spielertrainer Johannes Bothen verriet, sondern eher "ein staubiger Sommerkick", in dem beide Mannschaften personell arg dezimiert die Aufgabe, die ihnen der Spielplan stellte, erfüllten. Für die lediglich in Elferstärke und somit ohne Auswechselmöglichkeiten angereisten Sonsbecker trafen Sven Schuster (4), Matthias Buschhaus (3), Jonas Vengels (2) sowie Luis Kürvers.

Im Rennen um die Vizemeisterschaft bleibt der SV Millingen erster Verfolger der Sonsbecker Zweitvertretung. Die Mannschaft untermauerte ihren dritten Tabellenrang mittels eines 3:0 (1:0)-Siegs beim ESV Hohenbudberg. "Souverän runter gespielt", lautete dabei ein Kommentar aus dem Millinger Lager, etwas heroisch - und aus dem Kreis der zufriedenen Spieler geäußert - war sogar von einer "vor Selbstbewusstsein strotzenden Millinger Mannschaft" die rede. Wie auch immer: Die Gäste gerieten auf dem schwer zu bespielenden Platz des Aufsteigers nicht ernsthaft in Gefahr, ihren zwölften Sieg im 15. Spiel des Jahres zu verpassen.

Kapitän Henning Rohrbach leitete den Erfolg bereits in der zehnten Minute mit dem Führungstreffer ein. Die Gäste durften es sich in der Folge erlauben, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen und ihre Kräfte für den Schlussspurt zu schonen. Tim Böttcher erzielte eine Viertelstunde vor dem Abpfiff das 2:0, dem Sven Hilgert in den Schlussminuten noch den dritten Torerfolg folgen ließ. Millingens Stürmer verwandelte einen Strafstoß, nachdem Böttcher im Strafraum unsanft angegangen war. "Die Mannschaft hat wieder mit Leidenschaft gespielt", lobte Trainer Markus Hierling sein Team.

(DK)