Kellerduell in Orsoy: Millingen kommt mit neuem Stürmer

Fußball-Kreisliga A : Kellerduell in Orsoy: Millingen kommt mit neuem Stürmer

Die beiden Rheinberger Teams liegen am Tabellenende und stehen sich am Sonntag gegenüber. Zeitgleich spielt Xanten gegen Borth auf dem Fürstenberg.

Die noch sieglosen Kellerkinder aus Orsoy und Millingen treffen in der A-Liga am Sonntag aufeinander. Lüttingen wird nach dem 1:5 in Ossenberg um eine Reaktion bemüht sein. Am neunten Spieltag werden alle acht Partien zeitgleich angepfiffen.

Einen richtungsweisenden Abstiegs-Krimi tragen der SV Orsoy und der SV Millingen aus. Gästetrainer Nisfad Grgic ist heiß auf das Derby. Einen fußballerischen Leckerbissen erwartet er nicht. „Ich rechne mit einem engen Spiel, wo um jeden Zentimeter gekämpft wird.“ Neuzugang Admir Basovic, der bei der Stadtmeisterschaft negativ aufgefallen und daraufhin für zehn Pflichtspiele gesperrt worden war, läuft erstmals für den SVM auf. „Er ist als Stürmer eiskalt vor dem Tor“, so Grgic.

Sein Gegenüber Daniel Zvar redete nicht groß drumherum.: „Es ist ein absolutes Abstiegsendspiel. Wir müssen Punkten – da führt kein Weg dran vorbei.“ Mit Björn Wenzel, René Kaiser und Viktor Huber fallen drei Mann definitiv aus. Masen Kurdi und Stephan Barth sind angeschlagen, ihr Einsatz ist ungewiss.

Auch wenn Spitzenreiter Viktoria Alpen verdient mit 4:1 in Borth gewann, waren nach dem zwischenzeitlichen Rückstand durchaus einige Wackler im Spiel der Mannschaft von Jörg Schütz zu erkennen. Der Trainer: „Man hat gesehen, dass alles möglich ist.“ Im Heimspiel gegen den FC Rumeln-Kaldenhausen soll der nächste „Dreier“ her.

Auch der TuS Xanten musste lange zittern, um in Rumeln den siebten Sieg in Folge unter Dach und Fach zu bringen. Gegen den TuS Borth soll Nummer acht folgen. Beide Teams sind aufgestiegen. Ein Blick auf die Tabelle genügt, um zu sehen, wer die Favoritenrolle inne hat. „Trotzdem ist Borth in der Liga angekommen, wird befreit aufspielen und versuchen, unsere Offensive zu stoppen“, so Trainer Thomas Dörrer. Der Tabellenzweite kann mit „voller Kapelle“ auflaufen.

Gästetrainer Frank Misch kennt Dörrer gut. Die Borther stehen mit neun Zählern gut da und sind weit genug von den Abstiegsrängen entfernt. Der Coach sprach über den TuS von einer „verdammt guten Mischung“ bestehend aus Erfahrung und jungen, dynamischen Talenten. Misch warnt allen voran vor dem Offensiv-Feuerwerk um Bastian Röös (acht Tore), Sebastian Kaczmarek (sieben) sowie Mathias Morawin und Marvin Braun (jeweils fünf).

Concordia Ossenberg konnte beim 5:1-Sieg Lüttingen viel Selbstvertrauen tanken. Bei der SpVgg Rheurdt-Schaephuysen stellt sich Mirco Dietrich auf einen tiefstehenden und auf Konter bedachten Kontrahenten ein. „Ich hoffe, dass wir die Geduld haben“, meinte der Trainer. Bis auf Simon Dargel (verletzt) und Tobias Endert (Arbeit) sind alle Mann an Bord. Die Concordia peilt den vierten Sieg in Serie an. Ossenberg kassierte seit Anfang September nur ein Gegentor.

Nach dem Debakel an der Schlossstraße rutschte der SSV Lüttingen auf Rang fünf ab. Grund zur Sorge gibt’s aber nicht. Denn mit dem SV Scherpenberg II kommt nicht nur der Drittletzte vorbei, gleichzeitig stellen die Moerser die schwächste Offensive der A-Liga. Die Landesliga-Elf des SVS spielt schon am Samstag. „Da muss man abwarten, wer eventuell runterkommt und gegen uns aufläuft“, sagte Stefan Kuban. Bis auf Viktor Brem und Maik Schmitz sind alle Spieler an Bord. Nico Scholten und Max Stapelmann sollen ins Team zurückkehren. „Beide sind im Moment für uns kaum zu ersetzen.“