Triathlon : Kein Zipperlein mehr erlaubt

Am Sonntag gehen sieben Sportler vom TuS Xanten beim Triathlon "Challenge Roth" in der Nähe von Nürnberg an den Start. 3500 Einzelstarter und 600 Staffeln bilden die Konkurrenz. Ina Reinders sagte krankheitsbedingt ab.

3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen. Die Königsdisziplin für alle Triathleten: Die Ironman-Distanzen. Diese Wettkampfstrecken gilt es am Sonntag für sieben Xantener der TuS-Triathlon-Abteilung in Roth zu bewältigen. Mit zwei Staffeln und vier Einzelstartern treten die Domstädter beim Triathlon "Challenge Roth" in der Nähe von Nürnberg übermorgen an.

Fünf Absagen

Um solchen Distanzen gewachsen zu sein, braucht es eine akribische Vorbereitung. Dabei mussten schon fünf von den zunächst zwölf geplanten TuS-Teilnehmern vor der Veranstaltung das Handtuch werfen. Einzelstarter Roland Joost sagte aus zeitlichen Gründen in der Vorbereitung ab. Bei der ersten Staffel "Tri-Team Xanten I" mussten Schwimmer Stefan Kierek und Läufer Jürgen Bruss wegen Knieproblemen passen. Besonders über die Absage der ehemaligen Triathletin Ina Reinders im Frauenteam "TuS Xanten Triathlon Frauenpower" zeigte sich Abteilungsvorsitzender Ringo Haupt enttäuscht. Das hoffnungsvolle Lauftalent Anna-Lina Dahlbeck und die Leistungsschwimmerin Meike Knops bleiben der Staffel erhalten.

"Ina musste krankheitsbedingt absagen. Die Drei hätten mit Sicherheit eine Chance auf das Treppchen gehabt. Der Ersatz von Inas Vereinskollegin aus München wird jedoch wohl auch keine allzugroße Schwächung sein", sagte Haupt. Er wird sich zusammen mit Thomas Müller, Jens Burkhard und Michael Knops unter die rund 3500 Einzelstarter mischen. Diese treten in jeweils zwölf Startergruppen mit 300 Läufern an. 600 Staffeln haben sich in zwei Startergruppen angemeldet.

Seit dem Winter trainieren die Triathleten bereits für die sportliche Herausforderung. Zwischen zehn und 20 Stunden in einer Woche gehen dabei für die Vorbereitung drauf. "Meist trainieren wir ein bis zwei Mal pro Tag", erklärte der Abteilungsvorsitzende Haupt. Im April fand dann das gemeinsame Trainingslager auf Mallorca statt. "Wir haben besonders in den Bergen mit dem Fahrrad trainiert. Natürlich auch ab und zu ein wenig entspannt", fuhr der erfahrene Triathlet, der schon zum sechsten Mal in Roth an den Start geht, fort.

Kräfte Sammeln vorm Start

Die letzten zwei Wochen vor dem Wettkampf nutzen die Sportler hingegen um Kräfte zu sammeln. In dieser Zeit werde nur locker trainiert, um sich zu erholen. Für den Triathlon haben sich die Sportler des TuS Xanten kein festes Ziel gesetzt. "Wir sind im Grunde nur Hobby-Athleten. Jeder hat seine persönliche Wunschzeit, die zwischen zehn und elf Stunden liegt", sagte Haupt. Noch mehr Ausfälle kann sich das Team nicht leisten: "Ich hoffe, dass am Wettkampftag keiner ein Zipperlein hat. Der Tag wird lang. Da kann viel passieren."

(RP/rl)