Radsport : Kein Sparkassen-Giro in Rheinberg

Auch die Rheinberger Etappe des Straßenradrennens "Sparkassen-Giro" fällt in diesem Jahr aus. Das bestätigten am Dienstag übereinstimmend Jörg Zimmer für die Sparkasse am Niederrhein als Hauptsponsor und Michael Zurhausen von der Gladbecker Veranstalter-Agentur "Sportmanagement BZ".

"Der Zuschauerzuspruch war angesichts des Aufwands nicht so, wie man das hätte erwarten können", fasste Jörg Zimmer die Bedenken der Sparkasse zusammen. Zudem werde diskutiert, ob das insbesondere durch Doping-Affären schlechter werdende Image des Radsports allgemein noch eine finanzielle Unterstützung rechtfertige.

In Rheinberg hätten die teils international renommierten Radrennsportler am 20. Juli in der Innenstadt fahren sollen, die Stadt Emmerich stand für den 21. Juli und die Etappe Geldern für den 22. Juli auf dem Plan. Ursprünglich sollte auch in Wesel gefahren werden. Lediglich die "Nacht der Revanche" in Lembeck am 23. Juli findet statt.

Michael Zurhausen sagte, für die Rheinberger Absage habe auch die Innenstadtsanierung auf der Rheinstraße und der Orsoyer Straße eine Rolle gespielt. "Wir waren bei der Vorbereitung sehr knapp in der Zeit", so der Organisator. "Dadurch waren die Veranstaltungen nicht mehr zu finanzieren. Und eine zweitklassige Veranstaltung wollten wir nicht machen."

Im Herbst will Zurhausen mit den betroffenen Bürgermeister Gespräche führen: "Dann sehen wir, wie es weitergeht." In Rheinberg hat der "Sparkassen-Giro" seit 2007 viermal stattgefunden.

(RP/rl)
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