Lokalsport: Kein schönes Wiedersehen mit der Ex

Lokalsport: Kein schönes Wiedersehen mit der Ex

Fußball-Kreisliga A: Veens ehemaliger Trainer Denis Krupic musste beim Aufeinandertreffen mit der Borussia eine 1:2-Niederlage des SSV Lüttingen hinnehmen. Concordia Ossenberg trotzte dem SV Sonsbeck II ein 1:1 ab.

Ausgerechnet die Veener! Irgendwie hatte sich Denis Krupic, seines Zeichens Trainer des SSV Lüttingen, das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Club ganz anders vorgestellt. Für den Coach, der sich vor sechs Jahren seine ersten Meriten auf einer Trainerbank bei der Borussia in Veen verdient hatte, und seine Mannschaft endete der Tag mit einer 1:2 (0:1)-Niederlage. Aber so ist das eben manchmal mit der Ex. "Gegen meinen alten Verein hatte ich mir schon mehr erhofft", machte Krupic nach dem Abpfiff auch keinen Hehl aus der unerwarteten, am Ende aber keineswegs unverdienten Niederlagen gegen die mit Abstiegssorgen angereisten Veener.

Nur eine Viertelstunde lang sorgten Lüttingens Spieler für hoffnungsvolle Gesichter auf der SSV-Bank, dann musste Krupic einen Riss im Spiel seiner Mannschaft mit anschauen. "Wir haben uns in der Folge das Heft aus der Hand nehmen lassen", so der Coach, der seinem Team zwar weiterhin mehr Spielanteile zusprach, die erhofften Chancen aber vermisste. Ganz anders agierte die Borussia. "Eigentlich war das ein sehr unaufgeregtes Spiel", wunderte sich Veens Trainer Christian Hauk über den Ablauf der Partie. Klar, der SSV war des Öfteren am Ball. Nur, was dann? "Wir haben sehr cool agiert, unsere Reihen klug verschoben, Lüttingen bis zu unserem Strafraum spielen lassen und haben dann gut gekontert", freute sich Hauk über die Art und Weise des Erfolgs.

Kai Möller, Sturmspitze der Gäste und nun wieder an der Spitze der Torjäger in der A-Liga, traf mit einem satten Schuss aus der Distanz zur Veener Führung nach 28 Minuten. Es war bereits sein 22. Saisontreffer. Ein Aufbäumen löste das bei den Gastgebern nicht mehr aus. Michael Keisers, dem sein Trainer eine "Riesenleistung" über 90 Minuten bescheinigte, schloss nach etwas mehr als einer Stunde einen weiteren Gegenstoß der Borussia mit der 2:0-Führung der Gäste ab. Erst in den Schlussminuten des Derbys wurde es noch einmal prickelnd. Julian Medrows Anschlusstreffer machte dem SSV wieder Hoffnung, Chancen, um die Borussia noch zu gefährden, erspielten sich die Lüttinger aber nicht mehr. "Veen war heißer auf den Erfolg", nahm Krupic Abschied von den Punkten. Mit dem Sieg hat sich das Bild der Borussia im Abstiegskampf verbessert. Die Mannschaft verbesserte sich auf den 13. Tabellenrang und hat das Mittelfeld der Liga spätestens am nächsten Wochenende im Blick, wenn es daheim gegen das Schlusslicht aus Asterlagen geht. "Heute haben wir einen Schritt gemacht, aber vor uns liegt noch ein weiter Weg", bremste Hauk prompt die Euphorie.

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Tim Meier hätte sich am gestrigen Nachmittag zum Held küren können. Kurz vor dem Abpfiff des Spiels von Concordia Ossenberg gegen den Tabellenzweiten SV Sonsbeck II hatte der Stürmer des Aufsteigers den Siegtreffer auf dem Fuß. Sein Schuss aus elf Metern aber strich über das Tor der Gäste, die in diesem Moment noch einmal ganz tief durchatmeten. "Mit dem Remis können wir gut leben", ließ Sonsbecks Spielertrainer Johannes Bothen denn auch nach dem Abpfiff des 1:1 (0:1) beider Mannschaften wissen.

Meier muss sich nun damit "begnügen", seiner Concordia zumindest das Unentschieden noch gerettet zu haben. In Führung gegangen waren die Gäste, die nach 25 Minuten den fehlerhaften Ossenberger Versuch, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien, mit einem Ballgewinn und schnellem Umschalten bestraften. Tobias Tatzel gelangte nach einem Doppelpass seiner Kollegen im Strafraum an den Ball und schickte selbigen schnurstracks in den Torwinkel. "Der Schuss ging dann wohl nach hinten los", attestierte Ossenbergs Trainer Björn Quint den entscheidenden Fehler des ersten Durchgangs. Es blieb bis zur Pause trotz einiger guter Ansätze der Gäste beim 0:1.

"Wir haben in der Summe wohl mehr investiert als die Gäste", sah Quint den Unterschied beider Mannschaften. "Und wir sind dafür am Ende noch belohnt worden." Zurück also zu Tim Meier: Der lauerte in der 82. Minute wie ein Fuchs auf den Fehler, den sich Torwart Ingo Samp nach einem Rückpass leistete, ergatterte den Ball und sorgte für den umjubelten Ausgleichstreffer. "Das sah unglücklich aus", nahm Bothen seinen Keeper in Schutz. "Kein Vorwurf, denn die anderen haben diesmal auch längst nicht alles richtig gemacht."

(DK)