Tänzerin aus Xanten : Vierte bei der Breakdance-Weltmeisterschaft

Die Jury sah Jule Meyer von den Xantener Quibbles im Finale – und revidierte ihre Meinung.

Hinter Tänzerin Jule Meyer liegt eine Weltmeisterschaft, bei der eine wichtige Frage offen blieb. Warum die Jury die 16-jährige Breakdancerin erst im Finale sah und wenig später kommentarlos die Meinung änderte? Da die Interventionen erfolglos blieben, musste die Birtenerin im Battle um Platz drei antreten. Hier lag die Gegnerin vorne, so dass Jule ihre erste WM als Vierte abschloss. Die Breakdancerin, die bei den Xantener Quibbles trainiert, machte sich aber keineswegs mit mieser Laune auf den Heimweg, wie der Vereinsvoritzende Andreas Ahls sagte. Stolz auf das Geleistete nahm Jule ihren Pokal bei der Siegerehrung entgegen.

Im polnischen Kielce trafen sich rund 2500 Sportler aus 35 Nationen. Titel vergeben wurden auch im HipHop sowie Eletric Boogie. Die Breakdancerin aus Birten startete in der Erwachsenen-Klasse. Sechs der qualifizierten Teilnehmerinnen waren vor Ort und stellten sich der Jury. Die erste Runde überstand die Europameisterin schadlos. Nach dem letzten Vorrunden-Battle zog Jule ins Finale ein – denkste! Obwohl die Wertung direkt nach dem Battle zugunsten der Xantenerin ausgefallen war, wurden am Abend die Ergebnislisten ausgetauscht. Und Jule war raus aus dem WM-Finale. Ahls: „Sie hat es sehr gefasst aufgenommen. Eine Begründung gab’s nicht.“ Voll motiviert ging’s ins Battle um Rang drei, das sie gegen eine Slowenin klar verlor. „Die Freude über eine WM-Platzierung war dennoch groß“, meinte Andreas Ahls.