Judoka Swiech bringt WM-Bronze aus Marokko mit

Judo : Hubert Swiech bringt WM-Bronze aus Marokko mit

Der 43-jährige Xantener verpasste das Finale in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm nur knapp.

Es war eine kleine Unachtsamkeit, die Hubert Swiech im WM-Halbfinale ausbremste. 20 Sekunden vor Ende des Kampfs erwischte ihn der Finne Asser Kokkonen auf dem falschen Fuß. Für die Aktion bekam er einen halben Punkt zugesprochen und zog ins Finale ein. Swiech, 43-jähriger Judoka aus Xanten, holte sich bei der Ü30-Weltmeisterschaft in Marokko immerhin die Bronzemedaille in der Altersklasse M3 bis 60 Kilogramm.

„Bei der starken Konkurrenz bin ich mit der Platzierung voll zufrieden.“ Der KFZ-Mechaniker hatte vor dem Turnier mit Gold geliebäugelt. Der Bundesliga-Kämpfer war beeindruckt von der hohen Teilnehmerzahl. Rund 1200 Judoka aus 49 Nationen gingen in den verschiedenen Klassen in Marrakesch auf die Matten. Weniger begeistert war der Xantener vom Wettkampf-Ort. Die Sportler standen sich in einem riesigen Zelt gegenüber. „Bei 35 Grad Außentemperatur war’s natürlich innen ganz schon heiß.“

Die WM begann für Swiech in der Vorrunde mit Siegen nach 15 Sekunden über Babak Hajiyev (Aserbaidschan) und einem Erfolg über den Franzosen Yann Aussibal. Der Kampf gegen den Italiener Edoardo De Santis ging in die Verlängerung. Hier gewann der Xantener durch einen Armhebel, der seinen Rivalen zur Aufgabe zwang.

Die unglückliche Niederlage im Halbfinale gegen den Finnen hat er schon verarbeitet. Die Bronzemedaille in der Altersklasse der 40- bis 44-Jährigen bekommt einen Ehrenplatz. Im kommenden Jahr bei der Europameisterschaft auf Kreta möchte Swiech wieder ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen, also seinen Titel verteidigen.