Jörg Gonschior will den SV Menzelen aus dem Tabellenkeller führen

Fusball Kreisliga B : Über den Spaß zurück zum Erfolg

Jörg Gonschior soll als neuer Trainer den SV Menzelen aus dem Keller der Fußball-Kreisliga B führen und setzt dafür auf gute Laune. Das Potential für mehr stecke in der Mannschaft.

Die Lage für den SV Menzelen in der Fußball-Kreisliga B ist bedrohlich, aber nicht hoffnungslos. Mit zehn Punkten steht die Mannschaft um Kapitän Sebastian Henze derzeit am Tabellenende, hat nur zwei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer und damit noch alle Möglichkeiten.

Dazu beitragen soll seit knapp einer Woche Jörg Gonschior. Er rückte nach der Beurlaubung von Christian Brands auf den Posten des Cheftrainers nach (wir berichteten) und ist ab sofort der neue Verantwortliche an der Seitenlinie. Er will natürlich den Klassenerhalt schaffen, weiß aber auch: „Beides ist möglich, sowohl der Klassenerhalt als auch der Abstieg. Aber die Konkurrenz schläft nicht. Allein wenn man sieht, das Alemannia Kamp sich kürzlich mit drei aktuellen Landesliga-Spielern verstärkt hat, weiß man, dass es schwer für uns wird“, sagt Gonschior im Gespräch mit unserer Redaktion.

Denn Gonschior hat bereits erkannt, dass seine Mannschaft an mehreren Baustellen arbeiten muss. „Sowohl in der Defensive als auch in der Offensive haben wir einige Dinge, die wir verbessern können. Auch wenn der Trend in den vergangenen Wochen ja etwas positiver verlief als noch zu Saisonbeginn.“ Erst am 13. Spieltag konnte der SV Menzelen seinen ersten Saisonsieg feiern, hat sich seither aber den Konkurrenten im Tabellenkeller wieder angenähert.

Eine Sache steht abseits des Erfolgs für Gonschior allerdings im Vordergrund: „Alle müssen Spaß haben, auch im Training. Ich versuche, die Jungs nach ihren Neigungen einzusetzen. Und wenn die Stimmung stimmt, kommt auch der Erfolg von alleine“, weiß der Fußballlehrer, der schon mehrere Jahre in der Bezirksliga an der Seitenlinie gestanden hat. Am Sonntag trifft sein Team nun auf den SV Budberg III. „Da sind wir Außenseiter. Aber wir wollen auch in diesem Spiel punkten, mit aller Macht.“

Folgt man der Einschätzung Gonschiors, sollte das den Spielern des SVM eigentlich möglich sein. Denn der Neu-Trainer sieht seine Mannschaft eigentlich in ganz anderen Tabellenregionen. „Vom Potenzial her könnten die Jungs irgendwo zwischen Platz sieben und zehn stehen. Aber in so einer Situation wie unserer ist es nicht einfach, seine Leistung Woche für Woche neu abzurufen.“

Letztlich wollen Trainer und Team nun alles für den Klassenerhalt geben. „Auch, weil viele gute Jugendspieler in den nächsten Jahren nachrücken, denen wir eine gute Basis bieten wollen. Die Rahmenbedingungen hier stimmen, das war für mich ja auch ein Punkt, mein Comeback auf der Trainerbank zu geben.“

Mehr von RP ONLINE