Lokalsport: Jetzt müssen Xantens Spieler liefern

Lokalsport: Jetzt müssen Xantens Spieler liefern

Fußball-Kreisliga A: Die Wochen der Wahrheit beginnen für die TuS-Mannschaft mit dem Kellerduell in Lintfort. Auch Borussia Veen und Concordia Ossenberg wollen sich im direkten Duell Luft im Abstiegskampf verschaffen.

Eine kleine Rechenaufgabe für's Wochenende: Wenn Borussia Veen sein Spiel in Orsoy mit 5:1 gewinnt, der SVO anschließend Ossenberg ebenfalls mit 5:1 bezwingen, wie hoch werden die "Krähen" am Sonntag wohl die Concordia besiegen? 10:2 mag logisch klingeln, ist aber nicht unbedingt die Antwort, die Christian Hauk sowie Björn Quint, die Trainer aus Veen und von Concordia Ossenberg, jetzt gerne hören möchten.

Zum einen ist kein 5:1 wie das andere, zum anderen jeder Spieltag verschieden. Und überhaupt: Fußball ist schließlich ein Spiel mit einigen Unbekannten und liefert mitunter Ergebnisse fernab jeglicher Wahrscheinlichkeitsrechnungen. Die gute Leistung aus Veen hat die Borussia am vergangenen Wochenende beim 1:3 im Derby gegen Alpen nicht bestätigt. Trend ist also, dass es keinen Trend gibt, auch wenn die letzten Wochen der Borussia den Absprung von den Abstiegsplätzen beschert haben. Und für die Concordia war in Orsoy sicherlich mehr drin. Quint hat einen deutlichen Aufwärtstrend trotz der zuletzt vier Niederlagen in Folge ausgemacht. "Nützt ja nichts", muss er aber feststellen. "Wir können uns zwar auf die Schultern klopfen, weil wir gut gespielt haben, aber jetzt müssen endlich wieder Punkte her." Wenn nicht, sieht's böse aus. Die Concordia würde mit der Borussia die Plätze tauschen und erstmals in dieser Saison den Relegationsrang belegen. Die zuletzt gesperrten Jonas Baumbach sowie Lucas Bangert kehren zurück und sollen das verhindern. Bei den Gastgebern wird Eike Schultz nach Roter Karte fehlen.

Nach seinem Wechselbad der Gefühle und Ergebnisse muss der SV Orsoy am Sonntag beim Ligaprimus bestehen. Der VfB Homberg II hat seine letzten acht Spiele gewonnen, also einen Lauf. "Na und, haben wir auch", sagt Trainer Igor Draganov. Wohlgemerkt, nach einem siegreichen Duell. Aber so viel Trotz muss schon sein, wenn man Optimismus vor der schweren Aufgabe verbreiten möchte. "Wir werden an unserer Defensive arbeiten", spricht der Coach die Taktik an. Und dann soll vorne die Post abgehen. "Wir haben mit Fatih Sanverdi, Erkan Ayna und Stephan Barth gute Konterspieler", weiß Draganov. "Wir werden nicht viele Möglichkeiten bekommen - aber die sollten wir nutzen."

Dem Zweiten Viktoria Alpen käme ein Ausrutscher des VfB II nicht ungelegen. Mit einem Erfolg im Heimspiel gegen den nur zwei Ränge schlechter platzierten ESV Hohenbudberg wäre der Tabellenführer dann wieder in Sichtweite. Die Alpener, zuletzt sechsmal in Folge siegreich, müssen auf die gesperrten Jan-Luca Rassier und Jonas Feuchter verzichten.

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Der SV Sonsbeck II darf nach seinem Spielausfall in Xanten wieder auf heimischem Kunstrasen antreten. Der Dritte empfängt die immer besser in Schwung kommende SpVgg. Rheurdt-Schaephuysen, die sich schon auf den fünften Platz vorgeschoben hat.

Spätestens mit dem 4:1 beim VfL Rheinhausen hat sich auch der SSV Lüttingen in der oberen Tabellenhälfte etabliert. Der Trend soll im Heimspiel gegen Preußen Vluyn bestätigt werden. Marcel Seyfried, in Bergheim mit der ersten Roten Karte seiner Karriere bestraft, muss zuschauen.

Für die Aufsteiger SV Büderich und TV Asberg zeigt der Daumen aktuell nach unten. Der SVB wartet nunmehr seit vier Spielen auf einen Sieg, bei den Gästen sind es derer drei. Wer bricht die Serie?

Der TuS Xanten hat inklusive des Nachholspiels gegen Sonsbeck II am kommenden Donnerstag noch fünfmal die Möglichkeit, ein Überwintern auf einem Abstiegsrang zu verhindern. "Jetzt kommen die wichtigen Spiele, in denen wir punkten müssen", sagt Trainer Torsten Weist mit Blick auf das restliche Jahresprogramm. Den Auftakt macht das Gastspiel bei der DJK Lintfort. Mehr Kellerspiel geht schon fast nicht mehr, wenn der Vor- den Drittletzten erwartet. Der Aufsteiger aus der Klosterstadt hat seine bislang zehn Saisonpunkte allesamt auf dem Kunstrasen an der Franzstraße geholt, der TuS die Mehrzahl seiner zwölf Zähler aber in der Fremde gewonnen. Das könnte die nächste Rechenaufgabe des Wochenendes bescheren, wenn auch schon das Ergebnis feststeht: Ein Remis würde keiner der beiden Mannschaften weiterhelfen.

(DK)
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