Isabell Werth gewinnt in Tyron achte WM-Goldmedaille

Dressurreiten: Achtes WM-Gold für Isabell Werth

Dressur-WM in Tryon (USA): Rheinbergerin führt deutsche Mannschaft zum Titel.

Gratulation: Sie hat es – und zwar allen Unkenrufen zum Trotze – wieder einmal geschafft: Die Rekordreiterin in der Dressur aus dem niederrheinischen Rheinberg. Denn Isabell Werth startete bei den Weltreiterspielen in Tyron im Sattel der lange verletzten Bella Rose und nicht auf Weihegold, mit dem sie Wochen zuvor noch so viele Erfolge erzielt hatte. Der Mut, ihrer Lieblingsstute den Vorzug zu geben, wurde mit dem Gewinn des Edelmetalls belohnt.

„Ich bin so glücklich, dass sie wieder fit ist“, sagte die freudestrahlende Werth über ihre Stute, die dreieinhalb Jahre immer wieder verletzt war. Dass es hieß, es sei ein Risiko, sie mit in die USA zu nehmen, habe ihr zusätzliche Motivation gegeben, sagte sie nach dem Gewinn ihrer insgesamt achten WM-Goldmedaille. Wie bereits beim CHIO in Aachen ballte Isabell Werth die rechte Faust, reckte sie in die Höhe. Tränen der Freude und wohl auch der Erleichterung bahnten sich ihren Weg. Angeführt von der Rheinbergerin hatte die deutsche Dressur-Mannschaft erneut den Titel gewonnen. Und das, noch bevor Laura Graves mit Verdades als Schlussreiterin des amerikanischen Team, das am Ende Silber gewann, ins Viereck geritten war. Bronze ging an Großbritannien.

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Der deutsche Sieg war souverän. „Das war Gänsehaut pur“, jubelte Equipe-Chef Klaus Roeser. „Es ist ein Wahnsinn, wie Isabell der Belastung standgehalten hat“, schob er wohlwissend nach, dass die 49-Jährige alles auf eine Karte gesetzt hatte. Während sie als letzte deutsche Reiterin im Sattel von Bella Rose im Viereck förmlich brillierte, zitterte der Rest des Quartetts auf der Tribüne. Mehr noch, sie lagen sich kurz danach freudestrahlend in den Armen.

„Der Kreis schließt sich, es ist etwas ganz besonderes, mit diesem Pferd zu gewinnen“, sagte die Rheinbergerin. „Ich liebe es, wenn ein Plan aufgeht, so wie mit diesem wunderbaren Team“, schob Bundestrainerin Monica Theodorescu nicht weniger freudig nach. „Isabell hat den Sack zugemacht, sensationell“, entfuhr es Jessica von Bredow-Werndl, die bei ihrem WM-Debüt auf Anhieb Gold gewann.