SVS-Kapitän Tim Weichelt im Gespräch : „Unser Vorteil ist unser Rasenplatz“

Sonsbecks Kapitän erwartet am Sonntag mit seinem Team in der Fußball-Landesliga die SF Niederwenigern zum Spitzenspiel.

Am Sonntag um 15 Uhr steht im Willy-Lemkens-Sportpark das Spitzenspiel der Fußball-Landesliga zwischen dem punktgleichen SV Sonsbeck auf Tabellenrang drei und den zweitplatzierten Sportfreunden aus Niederwenigern an. Für Torwart Tim Weichelt, Kapitän der Hausherren, sind Mentalität und Einsatz entscheidende Faktoren, um erfolgreich zu sein.

Herr Weichelt, wen sehen Sie am Sonntag in der Favoritenrolle?

TIM WEICHELT Es gibt keinen Favoriten in diesem Spiel. Zwei Mannschaften, die nach 29 Spieltagen mit jeweils 59 Punkten die gleiche Punktzahl und fast die gleiche Tordifferenz aufweisen, trennt nicht viel voneinander. Es werden mit Sicherheit die Tagesform und das Spielglück entscheidend sein. Unser Vorteil ist unser Rasenplatz, der mit zu den besten am linken Niederrhein gehört und auf dem wir erst ein Saison-Spiel verloren haben.

Wie gedenkt die Sonsbecker Mannschaft, das Spiel zu gewinnen?

WEICHELT Eine gute Grundordnung, Einsatz und Mentalität werden wichtig sein. Wenn es nickelig wird, müssen wir die Ruhe bewahren. Am Ende kann eine gute Defensivarbeit der gesamten Mannschaft der Schlüssel zum Erfolg sein. Nach vorne hin werden wir in 90 Minuten immer unsere Chancen bekommen.

Gibt’s für Sie ein Ritual vor besonders wichtigen Spielen?

WEICHELT Nein. Es sind immer dieselben Abläufe, an die ich mich gewöhnt habe. Deswegen wüsste ich nicht warum, ich vor wichtigen Spielen etwas anders machen sollte.

Welcher Spieler oder Mannschaftsteil könnte für das Spitzenspiel entscheidend sein?

WEICHELT Ich denke, dass es wichtig sein wird, dass jeder seinen Teil zur Defensivarbeit beiträgt. Im Gegenzug müssen wir bei Ballgewinnen schnell nachrücken und versuchen, das Spiel in die Hälfte von Niederwenigern zu verlagern.

Felix Terlinden ist mit 18 Treffern der torgefährlichste Sonsbecker. In Ihrer A-Jugend-Zeit beim MSV Duisburg haben Sie unter anderem mit Zweitliga-Goalgetter Simon Terodde vom 1. FC Köln zusammengespielt. Wie unterscheiden sich die beiden Stürmer?

WEICHELT Ich habe sechs Jahre mit Simon zusammengespielt. Er ist ein klassischer Strafraumstürmer, der dort steht, wo der Ball runterfällt. Darüber hinaus ist er fast nicht zu verteidigen, wenn er mit dem Rücken zum Tor steht und den Körper zwischen Ball und Gegner bekommt, da er den Ball unheimlich gut abschirmt. Felix hingegen hat eine unheimliche Power im Zweikampf und ist in seinen Aktionen sehr schwer zu berechnen. Er ist diese Saison ein ganz wichtiger Faktor für uns. Nach der letzten Saison, die für Ihn extrem unglücklich gelaufen ist, freut es mich persönlich umso mehr für ihn.

Was sind die entscheidenden Dinge im Aufstiegsrennen?

WEICHELT Einen kühlen Kopf bewahren und von Spiel zu Spiel denken. Hört sich abgedroschen an, ist aber so. Auch die Spiele nach Niederwenigern werden nicht einfach. Jedes Spiel verlangt von uns mindestens hundert Prozent. Wenn wir weniger geben, bekommen wir Probleme. Auch das hat diese Saison bereits gezeigt.

Was macht Trainer Werner Buttgereit anders als sein Vorgänger Thomas von Kuczkowski?

WEICHELT Sie sind zwei völlig verschiedene Trainertypen, die natürlich auch beide Ihre Eigenarten haben. Vergleichen kann man die beiden nicht.

Warum haben Sie sich zum Verbleib in Sonsbeck entschieden? Ist die Zusage unabhängig von der Liga?

WEICHELT Die Stärke des SV Sonsbeck ist die gute Führung und das familiäre Umfeld, die in dieser Kombination am linken Niederrhein seinesgleichen suchen. Ich fühle mich wohl, und die Rahmenbedingungen stimmen.

Wie lautet Ihr Tipp zum Spiel gegen Niederwenigern?

WEICHELT 2:0 für den SVS.