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Lokalsport: In Xanten ist wieder alles im Lot

Lokalsport : In Xanten ist wieder alles im Lot

Die Stimmung ist gut in der Tischtennis-Abteilung des TuS. Die Herren- und Schüler-Mannschaft stiegen in die Bezirksliga auf.

Rund drei Jahre ist es her, als der TuS Xanten zu den Top-Herren-Mannschaften in Deutschland zählte und in der 3. Tischtennis-Bundesliga Nord mitmischte. Nach dem Abstieg in der Saison 2014/15 und dem Rückzug des Teams folgte der tiefe sportliche Fall. Nach einem Jahr Landesliga-Zugehörigkeit ging es runter bis in die Bezirksklasse. Nun, zwei Jahre später, ist der Neuanfang geschafft. Das Sextett krönte eine erfolgreiche Spielzeit mit der Meisterschaft und den Sprung in die Bezirksliga. "Die Vereinsstruktur ist intakt und die Stimmung gut. Im Nachwuchsbereich sind auch die Schüler in die Bezirksliga aufgestiegen", sagte Fabian Welbers (23), Geschäftsführer der Tischtennis-Abteilung.

Einen nicht unerheblichen Anteil an der guten Jugendarbeit hat Martin Artz, der den Posten des Jugendwarts vor zwei Jahren übernahm. Er kümmert sich als Trainer um den Nachwuchs, organisiert Vereinsturniere und ist federführend für Meldungen sowie Aufstellungen verantwortlich. Im Seniorenbereich laufen derweil die Pläne für die neue Saison auf Hochtouren. Am 31. Mai müssen die Wechsel vollzogen sein und die Aufstellung für die neue Spielzeit stehen. Die Spieler der Aufstiegs-Mannschaft haben ihre Zusage schon vor Wochen gegeben. Bei den Neuzugängen hat sich nach den zwei Meldungen im April nichts mehr getan.

Pascal Langner (TTV Hamborn) gehört künftig zum Bezirksliga-Sextett. Für Tim Kowalski (zuletzt TuS 08 Rheinberg) wird es nach sechsjähriger Tischtennis-Abstinenz noch nicht für einen Platz in der Erstvertretung reichen. Er soll den Unterbau in der Kreisklasse verstärken. "Wir führen noch Gespräche. Zehn Tage vor Ende der Wechselfrist, ist es allerdings nicht mehr üblich, dass noch jemand den Verein wechselt", rechnet der junge Abteilungsleiter nicht damit, noch weitere neue Gesichter beim TuS begrüßen zu können.

Daher wird Patrick Kison auch in der höheren Spielklasse als Topmann aufschlagen. Ob Michael Zeltsch oder Daniel Dudziak das obere Paarkreuz vervollständigt, ist noch unklar. Gleiches gilt für Position Vier und Fünf. Aufgrund der geringen Differenzen bei den TTR-Punkten wird entweder Neuverpflichtung Langner oder Michael Brandt ins mittlere beziehungsweise untere Paarkreuz rutschen. Komplettiert werden könnte die Mannschaft durch Martin Artz oder Wilfried Quosbarth.

Sportlich gesehen wird's für die Domstädter in der höheren Spielklasse vermutlich mühsam. "Uns erwartet eine schwierige Saison. Das ganze Mannschaftsgefüge und die Stimmung werden auf die Probe gestellt. Ich bin selbst gespannt. Das Ziel muss der Klassenerhalt sein", so Welbers. Er hat mit dem Verein realistische Zukunftspläne im Blick. "Wir möchten eine Mannschaft haben, die auf eigenen Beinen steht und wo niemand Geld bekommt. Das ist in der Bezirksliga auf jeden Fall noch möglich", erklärte der Xantener, der auch auf die eigene Jugendarbeit und einen vernünftigen Unterbau setzt: "Wir haben talentierten Nachwuchs. Der braucht noch drei, vier Jahre."

Bis dahin soll auch die 2. Herren-Mannschaft in die Kreisliga vorgerückt sein, um die Kluft zwischen der "Ersten" und "Zweiten" nicht zu groß werden zu lassen, sagte Welbers.

Prominente Tischtennis-Teams wie das von Borussia Dortmund oder Schwalbe Bergneustadt schlagen nicht mehr in der Halle am Gymnasium auf. Für die Domstädter ist dieses Abteilungskapitel abgehakt. Durch eine gute Vereinsarbeit haben es die Xantener geschafft, zu einem anderen, lokaleren Profil zu finden.

(sfk)