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Leichtathletik: Im Gleichschritt über die Ziellinie

Leichtathletik : Im Gleichschritt über die Ziellinie

Beim 24. Brunnenlauf in Sonsbeck waren doch sechs Kenianer auf der Strecke unterwegs. Die drei Frauen und drei Männer belegten gestern fast zeitgleich die ersten drei Plätze über die zehn Kilometer. Zu den 1400 Startern gehörte auch der neue SVS-Vorsitzende Marc Lemkens.

Ein Vorsitzender eines Sportvereins kommt mitunter gehörig ins Schwitzen. So wie gestern Marc Lemkens, der erst seit einigen Wochen an der Spitze des SV Sonsbeck steht. Dies hing jedoch nicht mit einem seiner Amtsgeschäfte zusammen. Bei seinem ersten Brunnenlauf als Vorsitzender wollte Lemkens hautnah dabei sein und absolvierte die Fünf-Kilometer-Distanz in 25:18 Minuten – Rang 143 in der Gesamtwertung. Eine Platzierung, mit der sich zumindestens sechs der etwa 1400 Läufer bei der 24. Auflage überhaupt nicht hätten anfreunden können. Wider Erwarten hatten sich kurzfristig sechs Kenianer einen Startplatz über die 10 000m-Strecke gesichert. Und für sie kamen natürlich nur die vordersten Ränge in Frage.

Im Gegensatz zu den Vorjahren gab's für die schnellen Ostafrikaner diesmal jedoch keine Antrittsprämie. Durch den plötzlichen Tod von Hans Günter Hansen war der Kontakt zu den Managern abgerissen. Die Verantwortlichen des Brunnenlaufes hatten sie daraufhin auf eine neue Geldpreis-Verteilung geeinigt (die RP berichtete). "Der Afrika-Express" ist wieder unterwegs", kommentierte Laurenz Thissen während des Hauptlaufes mit drei Kenianerinnen im Feld. Die ließen es zwar ruhiger angehen, gewannen aber dennoch nach zehn Kilometern. Fast Gleichzeitig überquerte das Trio die Ziellinie. Erste wurden im Gleichschritt Selly Kaptich und Emmelie Biwott mit jeweils 40:05 Minuten. Beste Deutsche war Erika Schoofs vom TSV Weeze auf Platz vier (40:55). Beim "Lauf der Asse" gab's ebenfalls einen kenianischen Dreifach-Erfolg. Und auch Henry Tororei sowie Hosea Tuei müssen sich die Siegprämie teilen. Für sie stoppte die Uhr bei 32:31 Minuten. Mit tollen 32:40 Minuten lief Tobias Severin aus Bochum als Vierter ins Ziel.

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Rund 200 Nachmeldungen

Bei optimalen Temperaturen war's auch bei den vorherigen Rennen teilweise richtig spannend zugegangen. Die Lauf freundlichen äußeren Bedingungen hatten gestern zahlreiche Nach-Melder angelockt. Rund 200 Startnummern wurden zusätzlich ausgegeben. Der Staffellauf avancierte zu einer reinen Sonsbecker Angelegenheit. So setzten sich bei den Frauen die "Naschkatzen" sowie bei den Männer die "Texelaner" durch. Und in der gemischten Wertung gewann die Auswahl des Evangelischen Jugendzentrums "HoT". Am späten Abend konnten dann auch die vielen Helfer durchatmen. Stellvertretend für sie sagte Wilma Wellesen aus dem Organisationsteam: "Besser hätte es nicht laufen können. Aber ich bin völlig kaputt."

(RP)