Sieglos in der Frauen-Verbandsliga HSG Alpen/Rheinberg sucht Ausweg aus der Krise

Interview | Alpen/Rheinberg · Sebastian Wanders, der Trainer der Verbandsliga-Handballerinnen der HSG Alpen/Rheinberg, zu den Gründen der sportlichen Misere. Er kritisiert die Einstellung und Trainingsbeteiligung. Warum die Mannschaft nicht um den Klassenerhalt bangen muss.

Marina Manca hat mit der HSG Alpen/Rheinberg in dieser Saison erst einen Punkt geholt.

Marina Manca hat mit der HSG Alpen/Rheinberg in dieser Saison erst einen Punkt geholt.

Foto: Armin Fischer (arfi)

Die frostigen Temperaturen passen zur sportlichen Situation der Frauen-Mannschaft der HSG Alpen/Rheinberg. Die Handballerinnen, das Aushängeschild des Vereins, liegen in der Verbandsliga mit einem Punkt aus elf Spielen auf dem letzten Tabellenplatz. Sebastian Wanders, der Klub-Vorsitzende und Trainer des Schlusslichts, kennt die Gründe. Abstiegssorgen umtreiben ihn indes nicht.

Herr Wanders, was läuft schief in dieser Saison?

Sebastian Wanders, Vorsitzender und Frauen-Trainer bei der HSG Alpen/Rheinberg.

Sebastian Wanders, Vorsitzender und Frauen-Trainer bei der HSG Alpen/Rheinberg.

Foto: Peter Meulmann

Sebastian Wanders Man merkt, dass der Mannschaft der Rhythmus fehlt, dass sie nicht eingespielt ist. Hinzu kommen zu oft Konzentrationsschwierigkeiten und ein schwacher Torabschluss. Die beiden Abgänge Larissa Manca und Inga Neinhuis konnten wir zudem bislang nicht voll ersetzen.

Gibt’s denn Hoffnung auf baldige Besserung?

Wanders Nach der vorletzten Partie beim Tabellenführer TV Borken, wo wir 35 Tore geworfen haben, war ich eigentlich sehr optimistisch gestimmt. Da hat am Ende die Kraft gefehlt, spielerisch war die Leistung aber top. Die dann folgende Heimniederlage gegen die HSG Hiesfeld/Aldenrade II war allerdings wieder ein Rückfall. Da habe ich den Willen vernmisst. Es ist eine Frage der Einstellung. Die Trainingsbeteiligung muss besser werden. Von den 14 Spielerinnen im Kader fällt jedenfalls aktuell niemand länger aus.

Wie lauten denn die Saisonziele der HSG-Frauen so kurz vor dem Jahreswechsel?

Wanders Wir wollen so viele Punkte wie möglich sammeln. Dafür benötigen wir aber auch mehr Glück. Letzter möchte ich nicht werden. Glücklicherweise gibt’s wegen der neuen Ligen-Struktur in dieser Spielzeit keine Absteiger.

Sie sind während der Saison eingesprungen. Bleiben Sie denn auf jeden Fall bis zum Ende als Trainer dabei?

Wanders Ich werde bis zur Sommerpause weitermachen. Wir hoffen, für die Zeit danach einen neuen Trainer zu finden.

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