Horst und Kerstin Stepuhn aus Alpsray tanzen sich zurück in Weltspitze

Tanzsport : Auf dem Weg zurück zu alter Stärke

Das Alpsrayer Tanzpaar Kerstin und Horst Stepuhn hat eine schwere Zeit hinter sich gelassen.

Vor zwei Jahren waren Kerstin und Horst Stepuhn aus Alpsray auf ihrem persönlichen Tänzer-Höhepunkt angelangt. Sie fuhren zu 60 Turnieren pro Jahr und durften bei einer Weltmeisterschaft in Miami über das Parkett fegen.

Doch dann kam der große Rückschlag. „Wir wurden aus allen Träumen gerissen, denn Kerstin erlitt einen schweren Bandscheibenvorfall“, berichtet ihr Mann Horst, als Manager in der Chemiebranche tätig. Für Tänzer ist eine solche Diagnose mit einem Weltuntergang gleichzusetzen. Doch Kerstin Stepuhn kämpfte sich aus dem Loch heraus, tat alles, um wieder auf die Beine zu kommen. Nach sieben Monaten konnte das Ehepaar dann in kleinen Schritten wieder das Training aufnehmen.

Mit Erfolg: Nach weiteren Monaten der harten Arbeit, kehrten die beiden auf internationales Parkett zurück. „Jedoch fehlte anfangs noch das Selbstvertrauen, die Angst, etwas falsches zu tun, stand im Vordergrund.“ Langsam, aber sicher, ging es allerdings wieder aufwärts. Unterstützt wurden sie dabei von ihren langjährigen Trainern Valentin und Renata Lusin – bekannt aus der Fernsehshow „Let´s Dance“ –, sowie von Sarah Ertmer, zehnfache Weltmeisterin. 23 Turniere bestritten die beiden in diesem Jahr, traten dabei in Summe gegen 1560 Paare an, wovon sie 934 hinter sich lassen konnten.

Gleich zweimal konnten die Stepuhns sogar wieder in ein Finale einziehen, etwa bei der Landesmeisterschaft in Münster. „Im Oktober stellten wir uns dann der Herausforderung Weltmeisterschaft in Bilbao“, berichtet Horst Stepuhn. Von 160 gestarteten Paaren aus über 20 Nationen konnten sich die beiden den 77. Platz ertanzen. Und da sie auch durch diese Platzierung in diesem Jahr wieder zu den besten 30 deutschen Tanzpaaren zählen, können sie sich auch wieder auf Ranglisten-Turnieren mit der Konkurrenz messen. „Von rund 1000 international startenden Paaren haben wir uns nach der langen Auszeit den Weltranglistenplatz 115 erarbeitet“, berichtet das Ehepaar. „Wir sind sehr stolz auf diese Entwicklung und die Ergebnisse. Nur wer kämpft, kann einen Kampf auch gewinnen.“

Jetzt ist die Welt für die Stepuhns wieder in Ordnung. Aber das Jahr ist noch nicht vorbei. Sechs Turniere stehen in den nächsten sechs Wochen noch an, darunter ihr Jahresabschluss in Dubai.