Hohe Wellen auf der Kieler Förde

Kiel/Vynen (aho) "Wir sind schon ein wenig auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden", musste Thorsten Wenten, Flying-Dutchman-Segler für den Schifferverein und Wassersportclub (SWC) Vynen zugeben. Sein Fazit nach vier Wettkampf-Tagen bei der "Kieler Woche" fiel somit eher zurückhaltend aus. Dabei erreichten sie mit einem zehnten Platz (54 Punkte nach sechs Fahrten) das vorab gesetzte Ziel. Dennoch, die Umstände, mit denen Wenten und Kollege Stephan Handick zu kämpfen hatten, blockierte die Segler auch weiterhin.

Nach Freitag – die Wettfahrten wurden abgesagt – waren auch am Samstag die Wetterbedingungen nicht die besten. Extreme Bedingungen, mit Windstärken von sechs bis sieben, sorgten für bis zu zwei Meter hohe Wellen, die Sportlern und Material zu schaffen machten. Ein gebrochenes Trapez-Seil und eine kaputte Reff-Öse mussten repariert werden. "Da mussten wir von ganz hinten wieder nach vorne fahren", so Wenten und das mit vollem Segel. Die Fahrten gestern waren im Vergleich dann "ganz ok." Auf der Rückfahrt von Hamburg hatten dann beide in ihrem Wohnmobil ausreichend Gelegenheit, die vergangenen fünf Tage zu besprechen.

"Wir haben wieder viele Eindrücke gewonnen und müssen jetzt die Fehler reduzieren", fasste Wenten zusammen. Es sei schwer gewesen, das neue Material auf das Boot abzustimmen. Das alte Material sei dem Skipper vertrauter gewesen und das Fein-Tuning war nicht ganz optimal. Wenten: "Das klappt nicht von jetzt auf gleich." Beide sind allerdings zuversichtlich. In den kommenden 14 Tagen bis zu den Deutschen Meisterschaften (DM) im sächsischen Plauen, bleibt noch die ein oder andere Möglichkeit, um Boot, Material und Segler aufeinander abzustimmen. Dann soll es vielleicht für die aus Moers und Kamp-Lintfort stammenden Segler des SWC etwas besser laufen.

(RP)