Lokalsport: Höhenflug einer Titelsammlerin

"Franzi" Schuster legte einen Traumstart ins neue Jahr hin. Bei der ersten Regionsmeisterschaft landete die Mehrkämpferin des TuS Xanten viermal auf Rang eins. Auch zwei Sonsbeckerinnen Athleten trumpften auf.

Franziska Schuster macht im neuen Jahr da weiter, wo sie im alten aufgehört hatte. Die Mehrkämpferin des TuS Xanten sammelt Titel. So drückte die Schülerin aus Mörmter der ersten Hallen-Meisterschaft der Region Nord in Rhede ihren Stempel auf. "Franzi" trat in der U18-Jugend in vier Disziplinen an - viermal landete sie ganz vorne. "Also damit habe ich niemals gerechnet", sagte ihr Trainer Werner Speckert.

Überrascht war der Coach vor allem über Rang eins im Weitsprung. Schließlich hatte die Xantenerin drei Monate lang kein Techniktraining absolviert. Dennoch stellte sie mit einem Satz auf 5,44 Meter eine neue persönliche Bestmarke auf. Im Hochsprung kam "Franzi" auf 1,60 Meter. Die 1,66 Meter riss sie zweimal knapp. Über 60 Meter blieb die TuS-Leichtathletin im Vor-, Zwischen- und Endlauf unter acht Sekunden. Im Finale landete sie mit großem Vorsprung auf dem Goldrang (7,92). Im Hürdensprint konnte sich "Franzi" am Ende des Laufs einen Freudenhopser leisten, bevor sie das Ziel erreichte. Die Uhr stoppte nach 9,21 Sekunden.

Und auch Neuzugang Anna-Lena Berninger machte Speckert Freude. Die Bortherin heimste zwei Titel in der W14-Klasse ein. So steigerte sich Anna-Lena über 60m-Hürden um zwei Zehntel (9,66). Auch in der Sandgrube ließ sie alle Konkurrentinnen hinter sich. 5,07 Meter war ihr bester Versuch. Im Finale über 60 Meter führten 8,23 Sekunden zu Rang zwei. Im Zwischenlauf war die Schülerin sogar fünf Hundertstelsekunden schneller gewesen.

Foto: Wolfgang Birkenstock

Nicolas Mayer beendete als Jüngster das U18-Finale zwar auf dem fünften Rang, er verbesserte sich über diese Distanz jedoch auf 7,57 Sekunden. "Und das war eine starke Leistung", so Speckert.

Werner Riedel, der Mehrkampf-Trainer des SV Sonsbeck, sprach nach der ersten Regions-Hallenmeisterschaft "von einem guten Test" für seine Schützlinge. Trotz der starken Konkurrenz seien zwei seiner Nachwuchsathleten mit dem Titel nach Hause gefahren.

In der U16-Klasse überzeugte ihn insbesondere Elena Aengeneyndt (W15), die die 60m-Hürden in 9,55 Sekunden für sich entschied. Im Sprint-Finale belegte sie Rang drei (8,39). Antonia Koschlik (W15) wurde mit persönlicher Bestleistung im Hochsprung (1,51) Zweite. Im Weitsprung kam Rang fünf hinzu (4,61). Rahel Wilke steigerte sich ebenfalls im Hochsprung als Fünfte (1,45).

Einen hervorragenden Wettkampf lieferte Jule Weibel (W14) in dieser Disziplin ab. Sie verbesserte sich von 1,48 auf 1,54 Meter und gewann den Wettbewerb. Auf den vierten Platz sprintete sie über die Hürden (10,04). Jessica Terhorst wurde Vierte im Hochsprung (1,36). Somee Gerhards überquerte die Latte bei 1,30 Metern - Platz fünf.

Obwohl Niklas Claßen (M14) an der vierten Hürde beinahe stürzte, reichte es für ihn zum zweiten Platz (10,82). In der Sandgrube patzte er mit drei ungültigen Versuchen. Tim Herr (M14) unterlief ebenfalls ein Fehler an einer Hürde - Fünfter in 11,95 Sekunden. Riedel: "Bei den U18-Athleten lief's noch nicht rund." Mit Trainingsrückstand absolvierte Hannah Kempken ihren ersten Wettkampf in der Halle. Mit 4,96 Metern im Weitsprung sicherte sie sich immerhin den dritten Platz. Im Finale über 60 Meter blieb ihr nur der fünfte Rang.

Nach einer Erkältung war SVS-Sprinter Jan Weber ebenfalls noch nicht richtig fit. Er verpasste das Finale über 60 Meter (8,08), kam aber über 60m-Hürden auf Rang sechs (10,79) sowie mit 5,22 Metern im Weitsprung auf Platz acht. Jeweils Fünfter wurde Finn Gilsing im Hochsprung (1,50) und über 60m-Hürden (10,36).

(PUT)
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