Lokalsport: Heinz Bemong - ein Mann für alle Fälle

Lokalsport: Heinz Bemong - ein Mann für alle Fälle

Im vergangenen Sommer hat der 27-Jährige bei Borussia Veen den Job des Fußball-Obmanns übernommen - zunächst für zwölf Monate. Er ist zudem Spielertrainer der "Zweiten".

Die Veener und vor allem die, die bei der Borussia aktiv sind, können sich glücklich schätzen, einen Mann wie Heinz Bemong in den Reihen zu haben. In Zeiten, in denen es immer schwerer wird, Bürger für ehrenamtliche Arbeit zu motivieren, geht Bemong voran. Er ist ein Mann für alle Fälle. Im Sommer übernahm Bemong den Posten des Fußball-Obmanns und wurde später auf der Hauptversammlung in dem Amt bestätigt.

Zudem ist der 27-jährige Trainer der C-Liga-Mannschaft und schnürt dort auch selbst seine Schuhe - zumindest, wenn er nicht verletzt ist. "Ich habe mir leider im letzten Spiel dieses Jahres das Außenband gerissen", sagt Bemong. Und so endet 2017 nach ereignisreichen wie intensiven Monaten für ihn mit einer schlechten Nachricht. Doch insgesamt kann er zufrieden zurückblicken und sieht sich gewappnet für die kommenden Aufgaben. In einem ehrlichen Resümee zum Jahresausklang spricht Bemong von "einer Menge Arbeit", "vielen Fragen" und der Tatsache, "dass sich alles noch einspielen muss".

Neben den ehrenamtlichen Tätigkeiten bei der Borussia steht eben auch noch der Arbeitsalltag bei Euronics Hoffmann in Xanten auf dem Programm. Da werden die Abende schon mal lang. "Aber die Leute freuen sich auch sehr, dass ich mich bereiterklärt habe, die Aufgabe zu übernehmen. Dann macht man es gerne."

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Im Sommer suchten die Verantwortlichen der Borussia nach einem jungen Mann aus dem Verein, der den Posten des Fußballobmanns übernimmt, frischen Wind reinbringt und das Zeug hat, eine Identifikationsfigur zu sein. Diese Anforderungen erfüllt Bemong, der seit 1996 bei den "Krähen" tätig ist, in Veen wohnt und, wie er selbst sagt, fast jeden kennt. "Es geht mir darum, den Leuten zu helfen, ihnen Rede und Antwort stehen zu können. Ich tue gerne etwas für andere. Und in einem kleinen Verein ist so etwas sehr wichtig", nennt er seine Beweggründe.

Trotzdem ist die Ausübung des Ehrenamts für ihn durchaus eine große Sache. Und so einigte man sich auf eine Art Probezeit. "Ich habe jetzt die Möglichkeit, reinzuschnuppern, und gucke mir das Ganze mal ein Jahr an. Wenn es passt, ist das Ende offen", sagt Bemong, der natürlich nicht allein dasteht. "Vor allem Hannes Gietmann ist goldwert. Der ist fast allwissend und hilft, wenn ich nicht weiter weiß." Bei den verschiedenen Regeln und Vorgaben des Fußballverbands ist das gewiss wertvoll und hilfreich. Und auch bei den Verhandlungen mit potenziellen Neuzugängen sowie Gesprächen mit den Balltretern der bestehenden Kader freut er sich über Unterstützung. Mit der Rückkehr von Pascal Rusch und Dennis Tegeler konnte Bemong hier bereits Erfolge verbuchen. In anderen Bereichen, vor allem bei der Organisation, ist der 27-Jährige hingegen kaum auf Hilfe angewiesen. "Das ist mein Ding, das klappt gut", so Bemong, der seit vielen Jahren auch die Ferienlagerfahrten in Veen mit plant und organisiert.

Und so hat sich der Sprung ins kalte Wasser für alle bisher ausgezahlt. Und die Veener dürfen darauf hoffen, auch in Zukunft auf ihren Mann für alle Fälle zählen zu können. "Zumindest, wenn ich weiter alles unter einen Hut bekomme", sagt Bemong, der sich auf ein paar ruhige Weihnachtstage freut.

(jhei)
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