Lokalsport: Heiner Gesthüsen - einer für alle

Lokalsport: Heiner Gesthüsen - einer für alle

Der diplomierte Sportwissenschaftler steht jetzt auch offiziell an der Spitze der Sonsbecker Fußballer. Es gibt nur noch eine Abteilung. Verbunden mit seiner Wahl ist die Hoffnung, dass wieder Ruhe und Kontinuität einkehren.

Gemeinsam stark - so lautet das Motto des SV Sonsbeck. Das lässt sich jetzt auch auf die Vorstandsarbeit der Fußballer des Clubs übertragen. Die Junioren- und Senioren-Abteilung haben sich zusammengeschlossen. Kritische Anmerkungen auf den beiden Hauptversammlungen waren nicht zu hören. Wie erwartet, wurde Heiner Gesthüsen zum Leiter der gemeinsamen Fußball-Abteilung gewählt. Nur rund 50 Minuten dauerte die letzte Versammlung der Senioren-Fußballer.

Verbunden mit der einstimmigen Wahl des Vorstands ist die Hoffnung, dass wieder Ruhe und Kontinuität einkehren. "Der SVS hat in der Außendarstellung noch nie so schlecht dagestanden wie in letzter Zeit", sagte Gesthüsen. Das wolle er mit seinem Team ändern. Im vergangenen Oktober war Guido Lohmann als Sportlicher Leiter mit einem lauten Knall zurückgetreten. Ihm hatten sich Gregor Peters und Walburga Giesen angeschlossen. Seitdem standen die Sonsbecker ohne Vorstand da. Peters (Finanzen) und Giesen (Geschäftsführerin) gehören der neuen Abteilungsspitze an. Der erste Stellvertreter von Gesthüsen ist Tobias Bogedain, langjähriger Kapitän und später Co-Trainer der zweiten Mannschaft. Den zweiten Stellvertreter-Posten teilen sich Erwin van der Eijk sowie Heiko Bölting aus dem alten Jugendvorstand.

Gesthüsen stellte den Mitgliedern anschaulich am Bildschirm vor, wie er sich die Arbeit vorstellt. Die Aufgaben werden auf mehrere Schultern verteilt, er sprach von Unter-Abteilungen. Jeder der rund 800 Senioren- und Junioren-Fußballer solle wissen, wen er mit seinen Problemen/Fragen kontaktieren kann, ohne gleich den Vorstand einschalten zu müssen. "Wir haben viele Ideen." Weitere Unterstützung sei erwünscht.

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Der gebürtige Sonsbecker warb für die Verschmelzung der beiden Abteilungen, damit der interne "Austausch, die Kommunikation und Vernetzung besser werden." Es ist geplant, dass sich der Vorstand einmal im Monat zusammensetzt. Gesthüsen würde es begrüßen, wenn es mehr Patenschaften gebe; also sich Senioren-Kicker im Jugendbereich als Trainer oder Betreuer engagieren.

Für Marc Lemkens, den Vorsitzenden des Hauptvereins, gibt's jedenfalls keine "geeignetere Person" als seinen Kumpel, mit dem er jahrelang in der ersten Mannschaft gespielt hat. "Seine Gelassenheit ist ein hohes Gut." Gesthüsen durchlief alle Nachwuchsteams und blieb dem SVS auch im Seniorenalter treu. Die Mitglieder fanden seine Verbesserungsvorschläge und Erläuterungen plausibel. Fragen gab's keine.

Angesprochen wurde Gesthüsen allerdings auf das hundertjährige Vereinsjubiläum in 2019; ob sich der Vorstand schon Gedanken dazu gemacht habe. Hat er. Wie Lemkens durchblicken ließ, gab's ein erstes lockeres Gespräch mit Ingo Wald. Der Vorstandsvorsitzende des MSV Duisburg stellte beim Besuch im Willy-Lemkens-Sportpark ein Freundschaftsspiel der Profi-Mannschaft der "Zebras" in Sonsbeck in Aussicht.

(PUT)
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