Handballerinnen des TuS Lintfort verlieren letztes Heimspiel

TuS-Frauen verlieren letztes Heimspiel : Viel Dramatik, aber kein Happyend

Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort boten der SG Kirchhof auf der Saison-Zielgeraden vor heimischer Kulisse lange Zeit die Stirn. Die Gäste setzten sich aber mit 29:28 durch.

Kampf, Leidenschaft und ganz viel Dramatik: Die Zuschauer, die dem letzten Heimspiel der Zweitliga-Handballerinnen des TuS Linfort beiwohnten, kamen komplett noch einmal auf ihre Kosten. Die Schützlinge um Trainerin Bettina Grenz-Klein boten mit ihrem Kontrahenten, die SG Kirchhof, ein über weite Strecken ansehnliches und attraktives Spektakel, zogen aber denkbar knapp mit 28:29 (15:15) den Kürzeren.

Die Partie fing sofort Feuer: TuS-Torfrau Laura Graef parierte nach 30 Sekunden den ersten Gegenstoß des Gegners. Für Stimmung war somit umgehend gesorgt. Allerdings musste Laura Graef noch viermal den Ball aus dem eigenen Netz holen, ehe Eva Legermann nach gut sieben Minuten erstmals zum 1:4 für ihren Verein traf. Es musste etwas korrigiert werden: Trainerin Bettina Grenz-Klein nahm deshalb die frühe Auszeit. Die Gastgeberinnen fanden nun ihren Rhythmus.

Wie so oft wurde in der Folgezeit konsequenter gedeckt, die Gegenspielerinnen besser und vor allem deutlich aggressiver angegangen. Lintfort hatte nun auch eine klare Linie in der Offensive. Die frühe Hineinnahme von Annefleur Bruggeman auf der Spielmacherposition zahlte sich aus.

Zwar lief noch lange nicht alles nach Fahrplan – die TuS-Spielerinnen warfen den Ball dreimal an den Pfosten – aber es kam Struktur in die Aktionen. Und mit der Sicherheit folgten die Tore. Lintfort glich zum 6:6 (14.) aus, war fortan ein absolut gleichwertiger Partner. Der TuS schenkte aber eine knappe 15:13-Führung kurz vor der Pause unnötig her.

Der TuS Lintfort wirkte mit dem Startschuss in Hälfte zwei erneut ein wenig schläfrig (15:18), aber die Phase war schnell vorbei. Die Mannschaft schaltete nun komplett in den Kampfmodus, zeigte, was mit Engagement und Leidenschaft in der Deckung alles zu erreichen ist. Wie gut der Verband um die zentralen Spielerinnen Eva Legermann und Annefleur Bruggeman harmonierte, bekam vor allem eine SG-Akteurin zu spüren: Diana Sabljak, die Toptorjägerin der Liga, kam überhaupt nicht zur Entfaltung. Sie erwischte einen schwachen Tag, warf nur drei Feldtore und musste sich so einiges von ihrem Trainer anhören. Sie betrachtete daher die zweite Halbzeit lange Zeit von der Auswechselbank aus.

Die Partie blieb aber weiter spannend. Als es Richtung Abpfiff ging, kam zudem noch Dramatik hinzu. Das Tempo hielt sein hohes Niveau. Beide Mannschaften spielten voll auf Sieg – es gab zum Schluss viele hitzige und hart umkämpfte Aktionen. Kirchhof war letztendlich nicht die bessere, sondern die glücklichere Mannschaft. „Wir hatten in der Endphase einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen gegen uns“, haderte Grenz-Klein. „Aber mein Team hat aufopferungsvoll gekämpft.“

(MB)
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